Sachverständigengruppe
tierschutzgerechte Haltung
von Terrarientieren
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muß dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen; er darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, daß ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 des Tierschutzgesetzes).
Deshalb müssen vor dem Kauf eines Reptils Kenntnisse über die Biologie der betreffenden Art und die sich daraus ergebenden Haltungsanforderungen erworben sowie ein Terrarium für seine artgemäße Haltung vorbereitet werden. Dem Erwerb von Nachzuchten ist grundsätzlich der Vorzug zu geben. Arten, die der fachlich informierte (sachkundige) Anfänger halten kann oder die nur der Spezialist halten soll, sind im Gutachten besonders gekennzeichnet. Alle nicht oder als nur für den Spezialisten geeignet gekennzeichneten Arten sowie alle Chamäleons eignen sich nicht für den Einstieg in die Reptilienhaltung.
Das Gutachten soll und kann das Studium entsprechender Fachliteratur nicht ersetzen und ist als alleinige Quelle für den Erwerb von Wissen über die Reptilienhaltung nicht geeignet.
Die Angaben im speziellen Teil entsprechen dem derzeitigen Erkenntnisstand; sie sollen in regelmäßigen Abständen auf ihre Aktualität überprüft und erforderlichenfalls überarbeitet werden.
Reptilien sind wechselwarme (ectotherme) Tiere, deren Lebensfunktionen in hohem Maße von den Umweltbedingungen abhängen. Demzufolge ist eine den natürlichen Verhältnissen entsprechende Klimatisierung der Ge
Für bestimmte Arten ist auch die mit Licht gekoppelte Strahlungswärme wichtig. Auf die Verwendung geeigneter Lampen/Leuchtstoffröhren und die sachgerechte Anbringung ist zu achten (u. a. wegen Verbrennungsgefahr). Die Beleuchtungsintensität hat für die Aktivität, die Färbung und die Gesundheit Bedeutung.
Zwei weiterere wichtige Faktoren für die Gesunderhaltung der Reptilien sind die Luft- und die Substratfeuchtigkeit. Einzelheiten sind im speziellen Teil dargelegt.
Alle Umweltfaktoren sollen den natürlichen Verhältnissen der Herkunftsbiotope weitestgehend entsprechen. Dabei muß berücksichtigt werden, daß nicht nur das Makroklima, d.h. die aus einem Klimaatlas gewonnenen Daten, sondern vor allem das Mikroklima, das mitunter erheblich vom Makroklima abweichen kann, für die Gesundheit und das Wohlbefinden entscheidend ist.
Geeignete Geräte zur Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen vorhanden sein.
Zu gewährleisten ist eine der jeweiligen Art adäquate Ernährung. Das eingesetzte Futter muß einen den Ernährungsbedürfnissen entsprechenden Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen aufweisen. Für Möglichkeiten einer artgemäßen Wasseraufnahme ist zu sorgen.

Die Gehegegestaltung bzw. die Infrastruktur des künstlichen Lebensraumes muß sich an den Bedürfnissen der zu pflegenden Art orientieren (z.B. Graben, Wühlen, Klettern, Schwimmen). Zu den wichtigsten Mindestausstattungen gehören:
- geeignetes Bodensubstrat in genügenderHöhe,
- Versteckmöglichkeit,
- eventuell Wasserbecken, Badebecken,
- eventuell Klettermöglichkeiten (Felsen, Äste, Zweige) in geeigneter Größe und Dimension,
- eventuell Bepflanzung zur Herbeiführung eines geeigneten Mikroklimas, als Versteckmöglichkeit u. a.,
- bei Haltung geschlechtsreifer eierlegender Weibchen spezielle Eiablagemöglichkeit.
Sichtschutzeinrichtungen innerhalb eines Geheges oder zwischen einzelnen Gehegen können erforderlich sein.

Um sozialen Streß bei Paar- und Gruppenhaltung zu vermeiden, muß auf die natürliche Sozialstruktur geachtet werden, wobei im Terrarium jedoch nicht immer die natürliche Sozialstruktur, z.B. mit einem dominanten und mehreren rangniederen Männchen in einer Gruppe, möglich ist. Auch müssen individuelle Unterschiede der Tiere bei der Vergesellschaftung berücksichtigt werden. Es kann erforderlich sein, mehrere Futterstellen einzurichten.
Eine Vergesellschaftung verschiedener Arten mit gleichen Biotopansprüchen ist möglich; die Tiere dürfen sich jedoch gegenseitig nicht negativ beeinflussen.
Allgemeingültige Angaben zur Gehegegröße können nicht gemacht werden. Die Maße sollten sich auf die Kopf-Rumpf-Länge, Körperlänge oder Panzerlänge beziehen und den natürlichen Bewegungsbedarf angemessen berücksichtigen. Im speziellen Teil werden dazu Richtwerte genannt.
Sind bauliche Veränderungen zur Erfüllung der Richtwerte nötig, so ist dies bei der Festlegung von Übergangszeiten entsprechend zu berücksichtigen. Bei größeren Um- und Neubauten ist von
Eine artgemäße Pflege schließt Grundnormen der Sauberkeit und Hygiene, eine regelmäßige Gesundheitskontrolle und erforderlich werdende Behandlungsmaßnahmen ein.
Für Quarantäne und Behandlung erkrankter Tiere sowie bei der Simulation von Ruhephasen und der Aufzucht von Jungtieren können besondere Haltungsbedingungen erforderlich sein.
Für die vorübergende Haltung von Reptilien im Groß- und Einzelhandel sind die unter Punkt III.1 aufgeführten Ausnahmen bei der Raumzumessung und der sozialen Zusammensetzung tolerierbar. Anforderungen an die Haltung im Rahmen von Reptilienbörsen sind unter Punkt III.2 dargestellt.
Sonderbedingungen für die Haltung von Reptilien in Zirkussen und Schaustellungen, einschließlich Wanderschaustellungen, werden abgelehnt.
Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für die Pflege adulter Tiere. Sie sind sinngemäß für die Aufzucht juveniler Tiere anzuwenden, deren Ansprüche jedoch deutlich abweichen können.
Für einen Einstieg in die Reptilienhaltung sind Chamäleons nicht geeignet. Arten, die von Anfängern der Chamäleonhaltung gepflegt werden können und Arten, die nur von Spezialisten gepflegt werden sollen, sind in der Tabelle gekennzeichnet.
Anforderungen an Strahlungswärme, "Frischluftbedürfnis", Luftfeuchigkeit und Verträglichkeit sind für häufig gepflegte Arten in nachfolgender Tabelle zusammengefaßt. Erläuterungen dazu sind den Legenden 1 bis 4 zu entnehmen.
Die Terrariengröße wird auf Kopf-Rumpf-Länge bezogen und soll für bodenlebende Arten (Länge x Breite x Höhe) 4 x 4 x 2,5, für alle anderen Arten 4 x 2,5 x 4 betragen. Diese Rauminhalte gelten für die Haltung eines Tieres. Für die Paarhaltung sind 20% der Grundfläche zuzugeben.
Art *) **) | Strahlungswärme s. Legende 1 | Frischluftbedürfnis s. Legende 2 | Luftfeuchtigkeit s. Legende 3 | Verträglichkeit s. Legende 4 |
|---|---|---|---|---|
| Bradypodion damaranum | 45 | hoch | normal | Paar |
| Bradypodion fischeri | 32 | normal | normal | einzeln |
| Bradypodion gutturale | 32 | hoch | normal | Paar |
| Bradypodion karroicum | 32 | hoch | normal | Paar |
| Bradypodion ventrale occidentale * |
45 | hoch | normal | Paar |
| Bradypodion pumilum * | 32 | hoch | normal | Paar |
| Bradypodion thamnobates | 32 | normal | normal | Paar |
| Calumma boettgeri | keine | unempfindlich | > 60% | Paar |
| Calumma brevicornis | 32 | normal | normal | einzeln |
| Calumma gallus ** | 32 | unempfindlich | > 60% | einzeln |
| Calumma gastrotaenia | 32/ohne | unempfindlich | > 60% | einzeln |
| Calumma globifer | 32/ohne | unempfindlich | > 60% | einzeln/Paar |
| Calumma hilleniusi ** | 32 | normal | normal | einzeln |
| Calumma nasuta | 32/ohne | unempfindlich | > 60% | einzeln/Paar |
| Calumma oshaughnessyi | 32/ohne | unempfindlich | > 60% | einzeln |
| Calumma parsoni | 32/ohne | unempfindlich | > 60% | einzeln /Paar |
| Chamaeleo calyptratus * | 45 | normal | normal | einzeln/Paar |
| Chamaeleo chamaeleon | 45 | normal | normal | einzeln |
| Chamaeleo dilepis * | 45 | normal | normal | einzeln |
| Chamaeleo gracilis * | 45 | normal | normal | einzeln |
| Chamaeleo ellioti * | 45 | hoch | normal | Paar |
| Chamaeleo hoehnelli * | 32 | hoch | normal | Paar |
| Chamaeleo jacksonii * | 45/32 | hoch | normal | Paar |
| Chamaeleo melleri | 45 | hoch | normal | Paar/einzeln |
| Chamaeleo johnstoni | 32 | hoch | normal | einzeln |
| Chamaeleo montium | 32 | normal | > 60% | einzeln |
| Chamaeleo quadricornis | 32 | normal | > 60% | einzeln |
| Furcifer antimena | 45 | normal | normal | einzeln |
| Furcifer campani | 45/32 | normal | normal | einzeln |
| Furcifer cephalolepis | 45/32 | normal | > 60% | einzeln |
| Furcifer lateralis * | 45/32 | unempfindlich | normal | einzeln |
| Furcifer pardalis * | 45 | unempfindlich | normal | einzeln |
| Furcifer petteri | 32 | hoch | normal | einzeln |
| Brookesia ebenaui | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
| Brookesia legendrei | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
| Brookesia minima | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
| Brookesia stumpfi | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
| Brookesia superciliaris | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
| Brookesia thieli | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
| Rhampholeon kerstenii * | 32 | normal | > 60% | Paar/einzeln |
| Rhampholeon spectrum | ohne | unempfindlich | > 60% | Paar/einzeln |
Beleuchtung und Strahlungswärme
Die Terrarien sind durch Tageslicht oder eine künstliche Lichtquelle zu beleuchten. Die Beleuchtungsdauer soll dem Tag-Nacht-Rhythmus angepaßt sein. Für die meisten Arten sind Tagestemperaturen zwischen 20°C und 30°C erforderlich. Sehr wichtig ist für zahlreiche Chamäleon-Arten eine starke Nachtabsenkung um 5°C bis 8°C. Ruhephasen verbunden mit Lichtentzug und Temperaturabsenkung sind bei einigen wenigen Arten Voraussetzung für eine Reproduktion. Darüber hinaus ist für viele Arten lokale Strahlungswärme erforderlich.
Frischluftbedürfnis
Einige Arten von Chamäleons reagieren sehr empfindlich auf die sich leicht in einem Terrarium bildende stehende Luft. Dabei handelt es sich meist um ostafrikanische Hochlandarten oder um südafrikanische Arten. Sie benötigen ständig Frischluft und werden deshalb am günstigsten in Drahtkäfigen oder in Terrarien mit großen Lüftungsflächen gepflegt. Ausreichende Frischluft ist in einem Terrarium vorhanden, wenn etwa zwei Stunden nach Überbrausen des gesamten Terrariums die Feuchtigkeit nahezu vollständig verdunstet ist.
Luftfeuchtigkeit
Bei den meisten Arten ist die Luftfeuchtigkeit von untergeordneter Bedeutung. Lediglich die Erdchamäleons der Gattungen Brookesia und Rhampholeon sowie einige regenwaldbewohnende Arten benötigen eine hohe relative Luftfeuchtigkeit
Verträglichkeit
Die meisten Chamäleons sind Einzelgänger. Dem muß auch bei der Pflege Rechnung getragen werden. Nur wenige Arten können dauerhaft in Paarhaltung verbleiben. Die Verträglichkeit ist unter Aufsicht zu testen.
Ernährung
Besonders wichtig ist eine adäquate Ernährung mit einem entsprechenden Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen. Deshalb sollte das Futter immer mit einem Vitamin-Mineralstoffgemisch eingestäubt werden. Genommen werden nur lebende Futtertiere wie Insekten und Kleintiere. Manche Arten nehmen auch pflanzliche Kost.
Die Versorgung der Chamäleons mit ausreichend Wasser ist schwierig. Die Terrarien sollten täglich einmal mit Wasser überbraust werden und Tiere ab einer Gesamtlänge von 20cm mindestens einmal wöchentlich Wasser aus der Pipette erhalten. Alternativ können Chamäleons auch täglich aus der Pipette getränkt werden.
Terrariengestaltung
Die typischen Baum- und Buschbewohner unter den Chamäleons benötigen zahlreiche Kletteräste. Eine Bepflanzung ist empfehlenswert, für Regenwaldbewohner dringend erforderlich. Wegen ausgeprägter innerartlicher Aggressivität sollen die Seitenwände immer verkleidet sein, so daß kein Sichtkontakt zum Nachbarterrarium besteht.
Dem Bodengrund kommt nur eine Bedeutung bei der Pflege von Erdchamäleons zu. Diese Tiere benötigen eine feuchte Erdschicht und eine
Ferner ist der Bodengrund für die Eiablage entscheidend. So sollten trächtige Weibchen der eierlegenden Arten in einem Terrarium mit einer
Aufzucht
Die Aufzucht der meisten Arten sollte einzeln in Kleinstterrarien erfolgen, wobei die Klimabedingungen der adulten Tiere nachempfunden werden sollten. Jedoch dürfen die Maximaltemperaturen nie erreicht werden. Bei einigen Arten, insbesondere den zahlreichen lebendgebärenden, empfiehlt sich auch eine gemeinsame Aufzucht in kleinen Gruppen.

Die
Bei der Ernährung haben wir von rein carnivor/insectivor bis rein vegetarisch alle möglichen Übergangsformen, wobei bei omnivoren Arten die Schwerpunkte je nach Angebot, Jahreszeit, Reproduktionsstatus und Alter sehr unterschiedlich sein können oder müssen.
Bei der Klimatisierung der Gehege ist darauf zu achten, daß ein artspezifisches Mikroklima im Haltungssystem geschaffen wird mit Temperatur- und Feuchtigkeitsgradienten, die den Tieren eine entsprechende Auswahl bieten. Die Bedürfnisse können im Verlauf des Jahres recht unterschiedlich sein und sind auch von Alter, Reproduktionsstatus und Jahreszeit (z.B. Winterruhe, Ruhephasen bei tropischen Arten) abhängig. Obwohl Echsen in vielfältigen Lebensräumen vorkommen, liegen ihre während der Aktivität aufrecht erhaltenen Körpertemperaturen (auch als Betriebstemperaturen bezeichnet) aus physiologischen Gründen (Verdauung) in ähnlichen Bereichen.
Nachfolgende Tabellen können nur Hinweise und Anhaltspunkte für eine artgemäße Haltung geben. Abweichungen durch die Jahres- und Tagesrhythmik konnten nicht berücksichtigt werden. Die Werte der Gehegegröße gelten für 1,1 Tiere - wobei als Maßeinheit die Kopf-Rumpf-Länge (KRL) des Tieres genutzt wurde -, bei solitär lebenden für ein Individuum. Unabhängig vom Ergebnis der Berechnungen wird die Mindesthöhe aus praktischen Erwägungen auf 2,0m beschränkt. Die Maße der Grundfläche, bezogen auf die KRL, sind Empfehlungen, aber keine Festlegungen für die Flächengestaltung, die auch anders sinnvoll sein kann. Bei jedem weiteren Tier sollten 15% der Grundfläche hinzukommen, wobei die natürliche Sozialstruktur zu berücksichtigen ist. Aufzucht, Winterruhe und andere Ruhephasen, Krankheiten und kurzfristige Abtrennung können zu Änderungen im Haltungssystem führen, was im Zweifelsfall zu begutachten ist.
Die Lebensdauer bei einigen Arten ist angegeben, um zu zeigen, wie alt eine Art bei guter Pflege wird oder werden kann.
| (erreichbare GL) | Habitat- ansprüche z.T. Herkunft | Gehegegröße für 1,1 (L x B x H) in KRL | Grund- temperatur °C | Sonnenplätze lokal °C | soziale Zusammensetzung (Lebenserwartung in Jahre, je nach Größe) | Bemerkungen / Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
IGUANIDAE | ||||||
| Grüne Leguane Iguana (150cm) |
tropisch feucht bis halbtrocken (lokal), Baumbewohner, Mittel- und Südamerika, südliche Antillen | mindestens 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 |
25 - 30 | 45 | 1,x (20) |
geheiztes Wasserbecken, feuchtes Substrat, 1/2 der Kletteräste dicker als Körper |
| Schwarze Leguane Ctenosaura (bodenbewohnende Arten) (je nach Art 100cm) |
tropisch heiß, Trockenwälder, Felslandschaften bis halbtrockene Regionen Mittelamerikas | 5 x 4 x 3 | 30 - 35 | 45 | 1,x (15) |
obligate Verstecke, Klettermöglichkeiten |
| Schwarze Leguane Ctenosaura (baumbewohnende Arten) |
tropisch heiß, Trockenwälder, Felslandschaften bis halbtrockene Regionen Mittelamerikas | 5 x 3 x 4 | 30 - 35 | 45 | 1,x (15) |
obligate Verstecke und dicke Kletterbäume |
| Wirtelschwanzleguane Cyclura (je nach Art bis 120cm) |
tropisch heiß, Trockenwälder, Felslandschaften bis halbtrockene Regionen Mittelamerikas, Bahamas, Große Antillen | 5 x 4 x 3 | 30 - 35 | 45 | x,x oder 1,x (20) |
Verstecke |
| Chuckwallas Sauromalus |
heiß, trocken, aride bis semiaride Stein- und Felsgebiete der Sonorawüste Baja California | 5 x 4 x 3 oder 5 x 3 x 4 |
25 - 30 | 45 - 50 | 1,x (20) |
obligate Verstecke, Felsaufbauten |
| Wüstenleguane Dipsosaurus |
heiß, trocken, aride bis semiaride Gebiete der Sonorawüste, Bodenbewohner |
5 x 4 x 3 | 25 - 30 | 50 | 1,1 (15) |
obligat: Substrat zum Höhlengraben |
| Fidji-Leguane Brachylophus |
Fidji-Inseln, Pazifik, tropisch feucht, Baumbewohner | mindestens 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 5 |
25 - 30 | 45 | 1,x (15) |
geheiztes Wasserbecken, feuchtes Substrat, 1/2 der Kletteräste dicker als Körper |
| Basilisken Basiliscus |
tropisch feucht | 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 |
25 - 30 | 45 | 1,x (5-8) |
Wasserbecken mind. zweimal KRL |
| Kronenbasilisken Laemanctus |
tropisch feucht | 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 |
25 - 30 | 45 | x,x (8-10) |
obligat: Bepflanzung, Zweige |
| Helmleguane Corytophanes |
Baumbewohner, feucht, Regen- oder Gebirgswälder | 4 x 3 x 5 | 20 - 28 | 35 | 1,x (8) |
armdicke Stämme, Bepflanzung, extrem hohe Luftfeuchtigkeit |
| Stachelleguane, Seitenfleckenleguane, Kielschwänze u.a. Sceloporus, Liolaemus, Tropidurus, Uta |
Bodenbewohner aus den Trockengebieten Nord-, Mittel- und Südamerikas | 5 x 4 x 4 | 20 - 25 | 45 | 1,1 - 1,x (3-5 - 7-8) |
|
| s.o. Liolaemus, Tropidurus |
Bodenbewohner aus Gebirgen und südl. Argentinien/Chile | 5 x 4 x 4 | 20 - 25 | 40 | 1,1 - 1,x (3-5 - 7-8) |
grabfähiges Substrat, zum Teil feucht, Kletterwände, Stämme, starke nächtliche Abkühlung |
| Halsbandleguane Crotaphytus |
steinige Trockengebiete USA, Mexiko | 6 x 4 x 4 | 30 - 35 | 50 | 1,1 - 1,x (8) |
Klettermöglichkeiten, Verstecke |
| Taubleguane, Rollschwanzleguane u.a. Uma, Callisaurus, Holbrookia, Leiocephalus |
Bodenbewohner aus den Wüstengebieten und Sandregionen Nord-, Mittel- und Südamerikas | 6 x 4 x 4 | 25 - 30 | 50 | (3-5) | grabfähiges Substrat, Verstecke, hohe Lichtintensität |
| Kleine Baumleguane Urosaurus u.a. |
Baumbewohner aus mehr oder weniger trockenen Gebieten | 5 x 4 x 6 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x (4-6) |
Stämme, Äste, Kletterwände, Verstecke, Substrat zum Teil feucht |
| Felsenleguane, Stachelleguane Petrosaurus, Sceloporus |
Felsbewohner aus Trockengebieten | 5 x 4 x 6 | 25 - 30 | 50 | 1,1 - 1,x (8-12) |
Kletterwände, Verstecke, Äste, Stämme, hohe Lichtintensität |
| Kielschwanzleguane, Rollschwanzleguane Tropidurus, Leiocephalus |
Bodenbewohner aus feuchten, subtropischen/ tropischen Gebieten |
6 x 4 x 4 | 25 - 30 | 40 | 1,x (3-5) |
Verstecke, Äste, Stämme, zum Teil feuchtes Substrat |
| Chile-Chuckwallas Phymaturus |
Hochanden zwischen Polsterpflanzen | 5 x 4 x 3 | 20 - 22 | 35 | 1,x | feuchte Verstecke, starke Nachtabkühlung |
| Malachit-Stachelleguan Sceloporus malachiticus |
Baumbewohner aus feuchten Gebirgsregionen, Felsbewohner u.a. | 5 x 4 x 5 oder 6 x 4 x 4 |
22 - 25 | 40 | 1,x (8-10) |
Stämme, Pflanzen, feuchtes Substrat, nächtliche Abkühlung |
| Madagaskar-Leguane Oplurus spec. |
Tropisch/subtropisch, div. Habitate |
6 x 4 x 4 oder 6 x 4 x 5 |
22 - 28 | 45 | 1,x (10-12) |
je nach Art Stämme, Kletterwände, Verstecke, grabfähiges Substrat |
| Madagaskar-Leguane Chalarodon |
8 x 5 x 3 | 25 - 30 | 50 | 2-4 | sandiges, grabfähiges Substrat, hohe Lichtintensität |
|
| div. Saumfinger Anolis, Norops [Animal Paradies] |
Baum-, Busch-, Blattbewohner Ausnahme: kontinentale Regenwald- und Gebirgswaldbewohner |
6 x 6 x 8 | 25 - 30 18 - 25 |
45 35 |
1,x (5-7) 1,x (10-12) |
Kletterwände, Stämme, Äste, Zweige, Pflanzen, feuchtes Substrat |
| div. Saumfinger Anolis |
Bodenbewohner | 6 x 8 x 6 | 23 - 28 | 45 | 1,x | Pflanzen, Zweige, feuchtes Substrat |
| Buntleguane Polychrus |
Baum- und Buschbewohner | 5 x 5 x 6 | 25 - 30 | 35 | 1,x (?) (6-7) |
Pflanzen, Zweige, feuchtes Substrat |
| Krötenechsen Phrynosoma |
Halbwüsten südwestl. subtropisches Nordamerika/Mexiko |
25 - 30 | 45 | 1,x | Ameisenfresser - Ersatznahrung | |
AGAMIDAE | ||||||
| Wasseragamen Physignathus |
Baumbewohner, tropische Flußufer | mind. 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 | 25 - 30 | 45 | 1,x (15-18) |
geheiztes Wasserbecken, ½ der Kletteräste dicker als Körper, feuchtes Substrat |
| Segelechsen Hydrosaurus |
Baumbewohner, tropische Flußufer |
mind. 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 | 25 - 30 | 45 | 1,x (15-18) |
geheiztes Wasserbecken, ½ der Kletteräste dicker als Körper, feuchtes Substrat |
| Siedleragamen u.a. Agama agama und Verwandte |
tropisch/tropisch feucht | 5 x 3 x 4 | 25 - 30 | 45 | 1,x (6 - 10) |
Wände und Stämme zum Klettern, hohe Lichtintensität |
| Hardune Stellio [spec.] |
mediterran subtropisch, trocken | 5 x 3 x 4 | 20 - 27 | 45 | 1,x (8-10) |
Wände und Aufbauten zum Klettern |
| Dornschwanzagamen Uromastyx |
trocken/heiß | 5 x 4 x 3 | 25 - 30 | 50 | 1,1 - 1,x (15-20) |
Höhlen, hohe Lichtintensität, grabfähiges Substrat |
| Bartagamen Pogona, Amphibolurus |
trocken heiß | 5 x 4 x 3 | 25 - 30 | 50 | 1,x (10) |
Höhlen, Kletterbäume, Aufbauten |
| Taubagamen Ctenophorus, Tympanocryptis u.a. |
trocken heiß | 5 x 4 x 4 | 25 - 30 | 50 | 1,1 - 1,x (4-7) |
grabfähiges Substrat |
| Bergagamen Japalura |
subtropisch Boden- und Baumbewohner |
5 x 4 x 5 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x | Verstecke, Klettermöglichkeiten, Bepflanzung, nächtliche Abkühlung |
| Blutsaugeragamen und Winkelkopfagamen Calotes und Gonocephalus |
Busch- und Baum- bewohner, tropisch |
5 x 4 x 5 | 22 - 28 | 45 | 1,1 - 1,x | Kletteräste und Wände, Bepflanzung |
| Flugdrachen Draco |
Baumbewohner, tropisch feucht | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x | ||
| Schmetterlingsagamen Leiolepis |
Bodenbewohner, offene Stellen in tropischen Regionen |
5 x 4 x 3 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x (10) |
grabfähiges Substrat |
| Krötenkopfagamen Phrynocephalus |
Wüstengebiete Vorder- und Zentralasien | 5 x 5 x 3 | 25 - 30 | 55 | 1,1 - x,x (1,5 - 6) |
grabfähiges Substrat, hohe Lichtintensität, nächtliche Abkühlung auf |
LACERTIDAE | ||||||
| div. Eidechsen Lacerta Podarcis Gallotia |
mediterran gemäßigt, trocken |
6 x 4 x 4 | 23 - 28 | 45 | 1,1 - 1,x (6-7 - 10-12) |
Verstecke, Kletterwände und Äste |
| Kielechsen, Algyroides, Kaukasus-eidechsen, Lacerta saxicola-Komplex |
mediterran gemäßigt, mäßig feucht |
6 x 4 x 4 | 18 - 25 | 40 | (1),x (10-12) |
zum Teil feuchtes Substrat |
| Schlangenaugen Ophisops Wüstenrenner Eremias Fransenfinger Acanthodactylus |
mediterran, trocken |
6 x 4 x 3 | 25 - 30 | 45 | 1,x (4-5) |
grabfähiges Substrat |
ANGUIDAE | ||||||
| Blindschleiche Anguis fragilis |
gemäßigt, feucht | 6 x 3 x 2 | 18 - 25 | 35 | (15-20) | zum Teil feuchtes Substrat, Verstecke |
| Scheltopusik u.a. Ophisaurus |
mediterran | 6 x 3 x 2 | 25 | 40 | 1,x (15-20) |
Verstecke, je nach Art feuchtes Substrat |
| Krokodilschleichen Gerrhonotus Barisia u.a. |
gemäßigt subtropisch |
6 x 3 x 3 | 18 - 25 | 35 | 1,x (15-20) |
Verstecke, zum Teil feuchtes Substrat, zum Teil Klettermöglichkeiten |
XENOSAURIDAE | ||||||
| Krokodilhöckerechse Shinisaurus crocodilurus |
Bachrandbewohner, südl. China |
6 x 4 x 4, davon ½ Wasser |
20 - 25 | 35 | 1,1 (12-15) |
Verstecke unter Wasser und an Land, Klettermöglichkeiten, zum Teil feuchtes Substrat |
SCINCIDAE | ||||||
| Blauzungen Tiliqua |
subtropisch/tropisch, hauptsächlich Trockengebiete |
6 x 4 x 3 | 25 - 30 | 40 | zum Teil sehr unverträglich, mitunter Einzelhaltung (20) |
Verstecke, davon eines feucht |
| Schneckenskink Tiliqua gerrardii |
Baumbewohner, tropisch |
4 x 3 x 6, 4 x 4 x 5 |
25 - 30 | 40 | 1,x (15) |
hohe Luftfeuchtigkeit, feuchtes Substrat, Schneckenfresser - Ersatznahrung |
| Tannenzapfenechse Trachydosaurus rugosus |
subtropische Trockengebiete | 6 x 4 x 3 | 22 - 28 | 40 | x,x (25) |
Verstecke, davon eines feucht |
| Stachelskinke Egernia |
subtropisch, trocken |
6 x 4 x 3 | 25 - 30 | 45 | 1,x (15-20) |
Verstecke, Kletterwände, Äste |
| Salomonen-Wickelschwanzskink Corucia zebrata |
tropischer Baumbewohner | 4 x 3 x 5 oder 5 x 3 x 4 |
25 - 30 | 40 | 1,1,x (20) |
Baumhöhlen, Verstecke, feuchtes Substrat, dicke Kletteräste ½ dicker als Durchmesser der Tiere |
| div. Glattechsen Mabuya |
Bodenbewohner | 6 x 4 x 3 | 23 - 28 | 45 | 1,1 - 1,x (7-8) |
Verstecke, ein feuchtes Versteck |
| div. Glattechsen Mabuya |
Baum- und Felsbewohner | 4 x 4 x 5 4 x 3 x 6 |
23 - 28 | 45 | 1,1 - 1,x (7-8) |
Verstecke, Kletterwände und Äste, Substrat zum Teil feucht |
| Berberskink u.a. Eumeces algeriensis und Verwandte |
mediterrane und vorderasiatische Trockengebiete | 6 x 4 x 3 | 23 - 28 | 45 | 1,1 (15-20) |
Verstecke |
| Skinke nordamerikanische Eumeces |
subtropisch, gemäßigt | 5 x 4 x 3 | 25 - 28 | 45 | 1,1 - 1,x (8-10) |
Verstecke, zum Teil feuchtes Substrat |
| Erzschleiche u.a. Chalcides und Scincus |
mediterrane und subtropische Trocken-gebiete und Wüsten | 5 x 4 x 3 | 25 - 28 | 45 | 1,1 - x,x (8-10) |
obligat: grabfähiges Substrat |
| Smaragdskinke Dasia |
tropisch feucht | 4 x 4 x 5 | 25 - 28 | 40 | 1,1 - 1,x | Stämme, feuchtes Substrat, Kletterwände, Verstecke |
| andere Skinke | 4 x 4 x 5 oder 5 x 4 x 4 |
je nach Herkunft mehr oder weniger trockenes oder feuchtes Substrat, Verstecke, Kletterwände, Stämme |
||||
GECKONIDAE | ||||||
| nachtaktive Arten Mauergeckos Tarentola z.T. Diplodactylus Oedura Dickschwanzgeckos |
kletternd, aus Trockengebieten |
6 x 6 x 8 | 22 - 28 | 35 | 1,1 - 1,x (8-10) |
Kletterwände, Verstecke |
| nachtaktive Arten Leopardgecko Krallengecko Knopfschwanzgeckos Eublepharis, Coleonyx, Nephrurus, Diplodactylus |
Bodenbewohner, aus Trockengebieten | 4 x 3 x 2 | 22 - 28 | 35 | 1,1 - 1,x (15-20) |
grabfähiges Substrat, Verstecke, ein feuchtes Versteck |
| nachtaktive Arten Pazifikgeckos Halbfingergeckos Gehyra Hemidactylus Ausnahmen: Gekko Uroplatus Rhacodactylus |
kletternd, aus Feuchtgebieten | 6 x 6 x 8 | 25 - 28 20 - 25 20 - 25 |
35 30 30 |
1,1 - 1,x (6-8) 1,x (15) 1,1 (15) 1,1 (25) |
feuchtes Substrat, Kletterwände, Stämme, Verstecke |
| nachtaktive Arten Nactus z.T. Paroedura |
Bodenbewohner, aus Feuchtgebieten (tropisch) |
4 x 3 x 2 | 20 - 25 | 35 | 1,1 - 1,x (6-8) |
grabfähiges Substrat, Verstecke |
| tagaktive Arten Phelsuma Lygodactylus Gonatodes |
Baum-, Busch-, Pflanzenbewohner | 6 x 6 x 8 | 25 - 30 | 40 | 1,1 - x,x (10-12) |
Pflanzen, Kletteräste, Verstecke, feuchtes Substrat |
| Quedenfeldtia, Ptyodactylus | Felsbewohner, tagaktiv, subtropisch trocken |
6 x 6 x 8 | 20 - 30 | 40 | 1,1 - 1,x (6-10) |
Kletterwände, Verstecke, Felsaufbauten |
CORDYLIDAE | ||||||
| Gürtelschweife, Plattgürtelechsen Pseudocordylus Cordylus Platysaurus |
Fels- und Baumbewohner, tropisch/ subtropisch, Ost- und Südafrika hochgelegene Grassteppen in Südafrika |
5 x 3 x 4 | 22 - 28 | 45 | 1,x (12-15) |
Verstecke, Kletterwände |
| Ausnahme: Riesengürtelschweif Cordylus giganteus |
hochgelegene Grassteppen in Südafrika | 5 x 3 x 3 | 20 - 25 | 35 | x,x (25) |
grabfähiges Substrat, bauen Höhlen |
| Schildechsen Gerrhosaurus und Zonosaurus |
tropisch und subtropisch, trocken (- feucht) |
5 x 3 x 4 | 25 - 28 | 45 | 1,1 - 1,x (10-15) |
Verstecke, Klettermöglichkeiten |
VARANIDAE | ||||||
| Varanus baumbewohnend tropisch z.B. Pazifikwaran, Smaragdwaran u.a. Varanus indicus, V.prasinus (bis 140cm) |
tropische Regenwälder und Magrovenwälder | 5 x 2 x 4 oder 4 x 2 x 5 |
25 - 30 | 45 | Baumbewohner meist einzeln, sonst 1,1 - 1,x |
hohe Luftfeuchtigkeit, Verstecke, Klettermöglichkeiten |
| Varanus baumbewohnend subtropisch z.B. Buntwaran V. varius (bis 200cm) |
subtropische Regenwälder bis Trockenwälder | 5 x 2 x 4 oder 4 x 2 x 5 |
25 - 30 | 45 | Baumbewohner meist einzeln, sonst |
Verstecke, Klettermöglichkeiten |
| Varanus bodenbewohnende Tiere aus Wüsten und Halbwüsten Wüstenwaran, Gouldswaran, Austr. Riesenwaran Varanus griseus, Varanus flavirufus, Varanus giganteus (je nach Art bis 180cm) |
je nach Art afrikanische, arabische, zentralasiatische bis indische Trocken-gebiete, Australien | 5 x 2 x 2 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x | Verstecke, Klettermöglichkeiten, grabfähiges Substrat |
| Varanus bodenbewohnende Tiere aus tropischen Gebieten z.B. Bengalenwaran Varanus bengalensis (bis 180cm) |
Afrika, Südostasien |
5 x 2 x 2 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x | Verstecke, hohe Luftfeuchtigkeit, Klettermöglichkeiten |
| Bindenwaran, Mertens Wasserwaran Varanus salvator Varanus mertensi (bis 200cm) |
Südasien und Südostasien und Nordaustralien, an Gewässer gebunden |
5 x 2 x 2 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x | hohe Luftfeuchtigkeit, Verstecke, Klettermöglichkeiten, zusätzlich großes geheiztes Wasserbecken |
HELODERMA-TIDAE | ||||||
| Krustenechse Heloderma suspectum (50cm) |
Sonorawüste in Bereichen mit höherer Feuchtigkeit | 4 x 3 x 2 | 20 - 28 | 35 | 1,x | obligat: Verstecke mit feuchtem Substrat giftig |
| Mex. Krustenechse Heloderma horridum (70cm) |
subtropische bis tropische Dornbusch- und Trockenwälder von Mexiko bis Guatemala, semiarboricol |
4 x 3 x 3 | 20 - 28 | 35 | 1,x | obligat: Verstecke mit feuchtem Substrat und Klettermöglichkeiten aus dicken Stämmen und Ästen giftig |
TEIIDAE | ||||||
| Rennechsen Ameiva und Cnemidophorus |
tropisch feucht bis subtropisch trocken, Wüsten | 7 x 4 x 3 | 25 - 30 | 50 | 1,1 - 1,x (3-5) |
grabfähiges Substrat |
| div. Tejus Tupinambis |
tropisch feucht bis subtropisch trocken | 5 x 3 x 3 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x (10-12) |
Verstecke, Klettermöglichkeiten |
| div. Tejus Callopistes, Tejovaranus |
steinige Wüsten und Steppengebiete | 7 x 4 x 3 | 25 - 30 | 45 | 1,1 - 1,x | grabfähiges Substrat, Verstecke |
Die meisten Krokodile sind für die Haltung durch Privatpersonen wenig geeignet, da sie sehr groß werden und ein Alter von 40 bis über 100 Jahre erreichen. Sie müssen sowohl über einen großen Wasserteil als auch einen entsprechend großen Landteil verfügen. Da sie zumindest zeitweilig auch gegen Artgenossen unverträglich sein können, muß eine Absperrmöglichkeit vorhanden sein. Eine Haltung sollte nur genehmigt werden, wenn entsprechende Anlagen auch für große Tiere vorhanden sind, da eine spätere Unterbringung bei anderen Haltern, wenn die Tiere zu groß werden, nicht möglich ist.
Pro zusätzlichem Tier: 20% mehr Wasserfläche + 10% mehr Landfläche. Unabhängig vom Ergebnis der Berechnungen wird die Mindesthöhe aus praktischen Erwägungen auf 2m beschränkt. Die Maße der Grundfläche, bezogen auf die KRL sind Empfehlungen aber keine Festlegungen für die Flächengestaltung, die auch anders sinnvoll sein kann, z.B. Gliederung in zwei Landteile.
Wegen der großen Schwierigkeiten einer anderweitigen Unterbringung ist bei sehr großen Exemplaren großwerdender Krokodile die derzeitige Unterbringung zu dulden, auch wenn die Anforderungen im Hinblick auf die Gehegedimensionen nicht erfüllt werden. In diese Anlage dürfen jedoch keine weiteren Tiere gesetzt werden. Diese Duldung gilt nicht für Wanderausstellungen.
| Name | Habitat- ansprüche | Gehegegröße für 1,1 (L x B x H) KRL | Grund- temperatur °C | Sonnenplätze lokal °C | soziale Zusammensetzung (Lebenserwartung in Jahren, je nach Größe) | Bemerkungen / Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
KROKODILE | ||||||
| alle Arten | tropische und subtropische Gewässer und Ufer | 4 x 3 Landteil (L x B) und 5 x 4 x 0,3 Wasserteil |
Luft und Wasser 25 - 30 |
Landteil 40 |
1,1 - 1,x 40 - > 100 |
zum Teil Verstecke, räumliche Gliederung, Sichtblenden |
Gegenwärtig sind etwa 2500 Schlangenarten in etwa 430 Gattungen bekannt. Sie sind trotz ihrer scheinbaren morphologischen Einheitlichkeit vor allem hinsichtlich ihrer Lebensräume und Lebensweise sehr verschiedenartig. Die Kenntnis der Herkunftsbiotope und der artspezifischen Verhaltensweise sind daher für die Beurteilung einer Schlangenhaltung im Terrarium von grundlegender Bedeutung. Die kurzen Biotopcharakterisierungen in der Tabelle sollen dazu Informationen geben, können aber in vielen Fällen die Benutzung der reichlich vorhandenen terraristischen Spezialliteratur zur weiteren Information nicht ersetzen.
Riesenschlangen sind beispielsweise wenig bewegungsaktive Lauerräuber oder Stöberer, die mögliche Aufenthalte ihrer Beutetiere untersuchen. Ihr Raumbedarf ist daher im Verhältnis zu ihrer Größe relativ gering. Dies trifft auch auf viele Arten der Vipern und Grubenottern zu. Durch ein gut strukturiertes Terrarium kann oft eine vielleicht etwas klein erscheinende Grundfläche kompensiert werden. Dagegen sind viele tagaktive Nattern und Giftnattern sehr bewegungsfreudige Schlangen, die als aktive Jäger und Augentiere schnell reagieren können. Andere Arten dieser Familien führen jedoch ebenfalls eine eher träge Lebensweise. Solche Unterschiede sind in der Tabelle bei den Angaben zu den Terrarienabmessungen berücksichtigt worden.
Die Maße sind auf die gesamte Körperlänge (Kopf bis Schwanzspitze) bezogen. Sie sind lediglich Richtwerte, die im speziellen Fall durchaus um
Zur Aufzucht von Jungschlangen können Kleinbehälter erforderlich sein, deren Abmessungen die geforderten Maße erheblich unterschreiten. Das gleiche gilt für Behälter, in denen die Schlangen zur Trocken- und Winterruhe untergebracht werden sollen.
Die Beleuchtungsdauer der Terrarien für die vorwiegend aus den Tropen stammenden Arten sollte täglich etwa 12 Stunden betragen. Die angegebenen Temperaturbereiche sind nicht als absolut starre Größen anzusehen, sondern sollen lediglich den ungefähren Rahmen abstecken. Die in der Tabelle genannten Tagestemperaturen können z.T. über Bodenheizungen realisiert werden, was häufig als optimale Lösung anzusehen ist.
Im Terrarium sind stets Unterschlupfe oder Versteckmöglichkeiten, die je nach Art und Größe der Schlangen sehr vielgestaltig sein können, vorzusehen. Viele Schlangen lieben es, zusammengeringelt mit seitlichem und meist auch mit Rückenkontakt zur Umgebung zu ruhen. Zu beachten ist auch, daß Schlangen, die in der Natur kaum klettern, im Terrarium gern auf Äste kriechen. Solche Klettermöglichkeiten sind daher in der Regel, außer bei überwiegend subterrestrisch lebenden Arten, vorzusehen, auch wenn dies in der Tabelle nicht ausdrücklich vermerkt ist.
Schlangen sind ausnahmslos carnivor und leben meist räuberisch, d.h. sie jagen lebende Beutetiere. Häufig wird das Jagdverhalten erst durch deren Bewegungen ausgelöst. Im Terrarium gelingt es daher oft nicht, Schlangen an tote Futtertiere zu gewöhnen. In solchen Fällen gehört das Verfüttern lebender Beutetiere zu einer artgemäßen Schlangenhaltung. Dies gilt insbesondere für Giftschlangen, denn beim Tötungsbiß werden auch Enzyme injiziert, die für eine optimale Verdauung erforderlich sind.
| Gattung | Biotopcharakterisierung | Gehegegröße (bezogen auf Gesamtlänge) L x B x H | Grundtemperatur Tag/Nacht °C | Lokale Maximaltemperatur °C | Bemerkungen/ Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
Fam. Typhlopidae, Blindschlangen | |||||
| Typhlops (Wurmschlangen) |
in verschiedensten Biotopen der Tropen und Subtropen, subterrestrisch |
1,5 x 0,5 x 0,5 | 26 - 30, nachts geringe Abkühlung | für Arten aus Trockenhabitaten 28 - 33 |
hoher Bodengrund (mind. 20cm) mit guter Drainage, Steinplatten; wöchentlich vorsichtiges Bewässern, damit die Schlangen trinken können |
Fam. Aniliidae, Rollschlangen | |||||
| Cylindrophis (Walzenschlangen) | tropische Regen- und Bergregenwälder, auch Reisfelder, subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | feuchtes Regenwaldterrarium mit großem Wasserbecken und Wühlmöglichkeit |
| Anilius (Korallen-Rollschlangen) |
tropische Regen- und Trockenwälder, subterrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | hoher Bodengrund (15-20cm), kleines Badebecken, nachtaktiv |
Fam. Acrochordidae, Warzenschlangen | |||||
| Acrochordus (Javanische Warzenschlangen), Chersydrus (Indische Warzenschlangen) |
tropische Küstengewässer, aquatisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 - 28 | - | Brackwasseraquarium mit Versteckplätzen; für Jungschlangen kleiner Landteil; mehr oder weniger nachtaktiv |
Fam. Boidae, Riesenschlangen | |||||
| Acrantophis (Madagaskar-Boas) |
A. dumerili Regenwaldgebiete, A. madagascariensis trockenere Waldgebiete, semiarboricol bis terrestrisch |
unter 1,5m: 1,0 x 0,5 x 0,75 über 1,5m: 0,75 x 0,5 x 0,75 |
28 - 30, nachts Abkühlung um |
30 - 35 | geräumiges Badebecken, Kletteräste; dämmerungsaktiv |
| Boa (Amerikanische Boas) über 4 m |
Trocken-, Regen- und Bergregenwälder (Unterarten!) semiarboricol |
unter 1,5m: 1,0 x 0,5 x 0,75 über 1,5m: 0,75 x 0,5 x 0,75 |
20 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Badebecken, Kletteräste; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Calabaria (Erdpythons) |
tropische Wälder und Savannen, subterrestrisch bis terrestrisch |
0,75 x 0,5 x 0,5 | 28 - 32, nachts Abkühlung um |
- | tiefer, weicher Bodengrund (10-15cm) Badebecken; nachtaktiv |
| Candoia (Pazifik-Boas) |
feuchte Tropenwälder, semiarboricol bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 30 - 35 | Badebecken, Kletteräste |
| Chondropython (Baumpythons) |
tropischer Regenwald, arboricol |
0,75 x 0,5 x 1,5 | 25 - 32, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | hohe Luftfeuchtigkeit (70 - 100%), robuste Bepflanzung, Badebecken |
| Corallus (Hundskopfschlinger) |
tropische Regenwälder, arboricol bis semiarboricol |
0,75 x 0,5 x 1,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 30 - 35 | hohe Luftfeuchtigkeit (70 - 100%), robuste Bepflanzung, Kletteräste, Badebecken, C. caninus besonders heikel, nur für Spezialisten geeignet |
| Epicrates (Schlankboas) |
tropische und subtropische lichte Wälder in Gewässernähe, semiarboricol bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,75 (E. angulifer über 1,5m 0,75 x 0,5 x 0,75) |
25 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Badebecken, Kletteräste; vorwiegend dämmerungsaktiv |
| Eryx (Sandboas) |
tropische, subtropische und mediterrane Steppen und Halbwüsten, subterrestrisch bis terrestrisch |
0,75 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
35 - 38 | Wühlschlangen (tiefer Bodengrund 8-15cm) Trinkgefäß; vorwiegend dämmerungsaktiv |
| Eunectes (Anakondas) E. murinus (Große Anakonda) über 9m |
tropische Regenwälder, subtropische Feuchtwälder an Gewässern, amphibisch |
unter 1,5m: 1,0 x 0,5 x 0,75 über 1,5m: 0.75 x 0,5 x 0,75 über 2,5m 0,75 x 0,5 x 0,5 |
25 - 30, E. notaeus: nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | großes Badebecken (50 - 75% der Bodenfläche) |
| Liasis (Australische Felsenpythons) |
tropische Regenwälder, häufig in Gewässernähe, einige auch in trockeneren Habitaten, semiarboricol, terrestrisch z.T. auch amphibisch, |
0,75 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 30 - 35 | Arten aus Regenwäldern hohe Luftfeuchtigkeit von |
| Lichanura (Rosenboas) |
Halbwüsten und trockene Buschlandschaften der Subtropen, terrestrisch |
0,75 x 0,5 x 0,75 | 20 - 26, nachts geringe Abkühlung | 28 - 30 | Kletteräste, kleines Badebecken, vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Loxocemus (Spitzkopfpythons) |
subtropische und tropische Waldgebiete, subterrestrisch bis terrestrisch |
0,75 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | feuchter, lockerer Bodengrund, Trinkgefäß |
| Morelia (Rauten- und Amethystpythons) |
Wälder und Buschland, semiarboricol |
unter 2m 0,75 x 0,5 x 1,0 über 2m 0,5 x 0,5 x 0,75 |
25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 30 - 35 | Badebecken (1/4 der Bodenfläche), Kletteräste, vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Python (Pythons) P. reticulatus (Netzpython) über 10m, P.molurus(Tigerpython) und P. sebae (Felsenpython) 7 - 8m |
tropische Wälder und Dschungel, P. sebae vor allem in der Savanne, terrestrisch, P. regius mehr arboricol |
bis 2,5m 1,0 x 0,5 x 0,75 über 2,5m 0,75 x 0,5 x 0,5 |
26 - 32, nachts Abkühlung um P. sebae: nachts Abkühlung um 10 |
örtlicher Wärmeplatz durch Bodenheizung oder Strahlungsquelle 34 - 38 |
starke Kletteräste, großes Badebecken (1/3 bis 1/2 der Bodenfläche), hohe Luftfeuchtigkeit von 70 - 90%; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Sanzinia (Madagaskar-Hundskopfboas) |
tropische Wälder, semiarboricol |
0,75 x 0,5 x 0,75 | 28 - 32, nachts Abkülung um |
örtlicher Wärmeplatz durch Bodenheizung oder Strahlungsquelle 34 - 38 |
große Kletteräste, Badebecken (1/4 der Bodenfläche); vorwiegend dämmerungsaktiv |
| Trachyboa (Rauhboas) |
tropische Bergregenwälder, in Gewässernähe, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 24 -28, nachts Abkühlung um |
- | Badebecken und Bepflanzung, Nahrungsspezialist (Frösche); dämmerungs- und nachtaktiv |
| Tropidophis, Ungaliophis (Zwergboas) |
subtropische und tropische Wälder und Buschlandschaften, terrestrisch bis semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Kletteräste und Badebecken, Substratfeuchtigkeit im Unterschlupf |
Fam. Xenopeltidae, Erdschlangen | |||||
| Xenopeltis (Regenbogen-Schlangen) |
tropische Monsunwälder und Regenwaldrandgebiete, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | Feuchtterrarium mit Versteckplätzen und Badebecken; nachtaktiv |
Fam. Colubridae, Nattern | |||||
Unterfamilie Boiginae (Trugnattern) | |||||
| Ahaetulla (Baumschnüffler) |
tropische Regen-, Monsun- und Bergregenwälder, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,5 | 26 - 30 | - | hohe Luftfeuchtigkeit (70 - 80%, tägliches Besprühen), kleines Wasserbecken, Kletteräste mit Bepflanzung, Nahrungsspezialist (Echsen) |
| Boiga (Nachtbaumnattern) |
tropische Regen- und Bergregenwälder, Mangrovesümpfe, arboricol Ausnahme: B. trigonata terrestrisch im trockenen Buschland |
unter 1,5m 1,0 x 0,5 x 1,5 über 1,5 0,75 x 0,5 x 1,0 für B. trigonata 1,0 x 0,75 x 0,75 |
26 - 30, nachts geringe Abkühlung; Arten bzw. Tiere aus nördlichen Verbreitungsgebieten nachts Abkühlung auf B. trigonata: tags bis 30, nachts Abkühlung auf 15 |
nur für B. trigonata: |
größeres Wasserbecken, Regenwald- und Mangrovebewohner hohe Luftfeuchtigkeit nachtaktiv |
| Chrysopelea (Schmuckbaumnattern) |
tropische Regen- und Monsunwälder, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,5 | 26 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | hohe Luftfeuchtigkeit |
| Clelia (Mussuranas) |
tropische und subtropische Wälder, in Gewässernähe, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | großes Badebecken; nachtaktiv |
| Crotaphopeltis (Rotlippenschlangen) |
tropisches und subtropisches, mehr oder weniger feuchtes Buschland, terrestrisch, C. degeni amphibisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | kleines Wasserbecken, für C. degeni Badebecken 1/3 der Bodenfläche; nachtaktiv |
| Dispholidus (Boomslangs) |
Savannen- und Buschland, arboricol bis semiarboricol |
1,25 x 0,75 x 1,25 | 25 - 30. nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Kletteräste, Trinkgefäß |
| Erythrolamprus (Falsche Korallenottern) |
verschiedene tropische Wälder, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts nur geringe Abkühlung | - | Waldterrarium mit vielen Versteckplätzen und zum Wühlen geeignetem Bodengrund, Trinkgefäß, Einzelhaltung, da Kannibalismus möglich; nachtaktiv |
| Hypsiglena (Nachtschlangen) |
subtropische Trockengebiete (Halbwüsten und Steppen, felsige Berghänge, offener Wald), terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 - 28, nachts Abkühlung auf |
- | Trockenterrarium mit Versteckplätzen und Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Imantodes (Riemennattern) |
tropische Regen- und Bergregenwälder, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | gut bepflanztes Regenwaldterrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit, tägliches Besprühen mit lauwarmem Wasser; nachtaktiv |
| Langaha (Madagaskar-Blattnasennattern) |
tropischer Regenwald, terrestrisch bis semiarboricol |
1,25 x 0,5 x 1,0 | 26 - 32, nachts geringe Abkühlung | - | Kletteräste mit Bepflanzung, Wasserbecken; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Leptodeira (Katzenaugennattern) |
tropische und subtropische Wälder, arboricol bis semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts nur geringe Abkühlung | - | Badebecken, Kletteräste mit Bepflanzung; z.T. Einzelhaltung erforderlich, da Kannibalismus möglich; nachtaktiv |
| Oxybelis (Spitznattern) |
subtropische und tropische Wälder, Busch- und Kulturland, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Luftfeuchtigkeit |
| Oxyrhopus (Mondnattern) |
tropische Tiefland-Wälder, terrestrisch |
1,5 x 0,5 x 0,5 | 26 - 32, nachts geringe Abkühlung | - | Trinkgefäß; auch nachtaktiv |
| Phimophis | tropische und subtropische Trockengebiete (Savannen bis Halbwüsten), terrestrisch |
1,5 x 0,5 x 0,5 | 26 - 32, nachts |
- | Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Psammodynastes | tropische Monsun- und Bergregenwälder, semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | gut bepflanztes Waldterrarium mit zahlreichen Kletterästen, Trinkgefäß, tägliches Besprühen mit lauwarmem Wasser |
| Psammophis (Sandrenn-Nattern) |
Trockensavannen, Halbwüsten und Wüsten, terrestrisch |
1,5 x 0,75 x 0,5 | 26 - 32, nachts Abkühlung auf |
35 - 38 | Trinkgefäß |
| Sonora | subtropische Trockengebiete (Wüsten und Halbwüsten) terrestrisch bis subterrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Trockenterrarium mit Trinkgefäß und Versteckplätzen, hoher Bodengrund (mindestens 10cm); nachtaktiv |
| Telescopus (Katzennattern) |
subtropische und tropische Trockengebiete (Halbwüsten bis Savannen), terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 26 - 23, nachts Abkühlung auf |
- | Trinkgefäß, Versteckplätze; nachtaktiv |
| Thelotornis (Vogelnattern) |
Savannen- und Galeriewälder, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Kletteräste mit Bepflanzung, Trinkgefäß |
| Trimorphodon (Lyranattern) |
subtropische lichte Wälder, Steppen- und Wüstengebiete, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
- | Kletteräste, Trinkgefäß; nachtaktiv |
Unterfamilie Colubrinae (Eigentliche Nattern) | |||||
| Arizona (Arizona-Nattern) |
subtropisch, in offenem Gelände, terrestrisch bis subterrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 -28, nachts Abkühlung auf |
- | Trockenterrarium mit Trinkgefäß, Versteckmöglichkeiten, kühle Überwinterung ist zu empfehlen; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Cemophora (Scharlachnattern) |
gemäßigt-subtropische Wälder und Waldränder, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
- | Trockenterrarium mit kleinem Badebecken und Versteckmöglichkeiten; nachtaktiv |
| Coluber (Zornnattern) |
vor allem subtropische und mediterrane Trockengebiete verschiedenster Art, einige auch in gemäßigten Klimagebieten, terrestrisch, z.T. auch semiarboricol |
1,5 x 0,5 x 0,75 | 24 - 28, nachts |
30 - 35 | Trockenterrarium mit kleinem Badebecken und Kletterästen; für Arten aus gemäßigten Klimagebieten bzw. höheren Gebirgslagen ist eine kühle Überwinterung zu empfehlen |
| Dendrelaphis (Bronzenattern) |
tropische Monsun-, Regen- und Bergregenwälder, auch Kulturfolger, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | gut bepflanztes Regenwaldterrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit |
| Drymarchon (Indigoschlangen) |
subtropische und tropische verschiedenste Waldgebiete, semiarboricol |
1,25 x 0, 5 x 0,75 | 25 - 28, nachts Abkühlung um |
28 - 32 | Badebecken, Kletteräste und Versteckmöglichkeiten |
| Drymobius (Rennattern) |
subtropische und tropische Waldgebiete und Buschlandschaften, in Gewässernähe, terrestrisch |
1,5 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
30 - 35 | Badebecken und Klettermöglichkeiten, trockene Sonnenplätze |
| Elaphe (Kletternattern) E. guttata(Kornnatter) * |
gemäßigte und subtropische Klimagebiete, in unterschiedlichen Biotopen, terrestrisch bis semiarboricol, E. rufodorsata amphibisch |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 22 - 28, nachts Abkühlung auf |
28 - 32 | kleines Badebecken und Kletteräste, Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten; für E. rufodorsata größeres Wasserbecken; je nach Herkunftsklima ist kühle Überwinterung zu empfehlen; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Gonyosoma (Spitzkopfnattern) |
tropische Regen-, Monsun- und Mangrovewälder, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | gut bepflanztes Regenwaldterrarium mit zahlreichen Kletterästen, großes Badebecken, hohe Luftfeuchtigkeit |
| Lampropeltis (Königsnattern) L. gettulus (Kettennatter) * |
gemäßigte und subtropische Klimagebiete, in unterschiedlichen Biotopen (Trockengebiete bis Sümpfe), terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Versteckplätze und Kletteräste, Badebecken; kühle Überwinterung bei dämmerungs- und nachtaktiv |
| Leptophis (Dünnschlangen) |
subtropisch und tropisch, in trockenerem Buschland und Waldgebieten, Bananenplantagen, terrestrisch bis semiarbori-col |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Waldterrarium mit zahlreichen Kletterästen und Bepflanzung, Badebecken |
| Lytorhynchus (Schnauzennattern) |
subtropische Trockengebiete (Wüstenränder, Steppen), terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 28 - 32, nachts Abkühlung auf |
- | Trockenterrarium mit Versteckplätzen, Trinkgefäß; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Masticophis (Peitschenschlangen) |
subtropische und gemäßigte Klimagebiete in sehr unterschiedlichen Biotopen, terrestrisch |
1,5 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
30 - 35 | Trockenterrarium mit einigen Kletterästen, Trinkgefäß; Tiere aus gemäßigten Klimagebieten sollten kühl überwintert werden |
| Opheodrys (Grasnattern) |
gemäßigte und subtropische Klimagebiete (Busch- und Grasland, Gewässerufer, offene Wälder), terrestrisch |
1,5 x 0,5 x 0,5 O. aestivus: 1,0 x 0,5 x 1,0 |
25 - 30, nachts Abkühlung um |
28 - 33 | gut bepflanztes Terrarium mit Kletterästen und Badebecken, für O. aestivus Wasser:Land = 1:2, trockene Sonnenplätze |
| Philothamnus (Grüne Buschschlangen) |
tropisch und subtropisch, in Regen-, Galerie- und Flußwäldern, semiaquatisch bis arboricol |
1,5 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 28 - 33 | gut bepflanztes Terrarium mit Kletterästen und großem Badebecken (Wasser:Land = 1:2), trockene Sonnenplätze |
| Phyllorhynchus (Blattnasen-Nattern) |
subtropische Wüsten und Halbwüsten, subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 28 - 33, nachts Abkühlung auf |
- | hoher Bodengrund (mindestens 10cm), Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Pituophis (Bullennattern) |
gemäßigte und subtropische Klimagebiete,(offene Wälder, Steppen und Buschlandschaft), terrestrisch bis semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
28 - 33 | Kletteräste, Versteckmöglichkeiten, Trinkgefäß; kühle Überwinterung ist zu empfehlen |
| Pseudaspis (Maulwurfsnattern) |
tropische und subtropische Trockengebiete (Buschland, Halbwüsten) subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
- | Trockenterrarium mit tiefem Bodengrund (mindestens 10cm); kühle Überwinterung ist zu empfehlen |
| Pseustes | subtropisches und tropisches Buschland und Waldränder, semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | zahlreiche Kletteräste und kleineres Badebecken |
| Ptyas (Rattenschlangen) |
subtropische und tropische Feuchtgebiete, Regenwaldränder, terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
30 - 35 | Kletteräste, großes Badebecken, trockene Sonnenplätze |
| Rhinocheilus (Langnasen-Nattern) |
subtropisch, in Steppen und Wüsten, subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Trockenterrarium mit hohem Bodengrund (mindesten 10cm), Trinkgefäß; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Salvadora (Pflasternasen-Nattern) |
subtropisch, in Wüsten und Halbwüsten, terrestrisch bis subterrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
30 - 35 | Trockenterrarium mit Trinkgefäß |
| Spalerosophis (Diademnattern) |
Wüstengebiete, Halbwüsten und Steppenränder, terrestrisch |
1,5 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Trockenterrarium mit Trinkgefäß, kühle Überwinterung ist zu empfehlen |
| Spilotes (Hühnerfresser) |
subtropisch bis tropisch, Regen- und Sekundärwälder, Kulturfolger, terrestrisch bis semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts nur geringe Abkühlung | - | großes Badebecken, Klettermöglichkeiten, hohe Luftfeuchtigkeit |
| Thrasops (Schwarze Baumschlangen) |
tropische Regen- und Bergwälder, arboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | zahlreiche Kletteräste, robuste Bepflanzung, Badebecken |
| Zaocys (Rattennattern) über 3m |
tropische trockenere Gebiete in Gewässernähe, terrestrisch bis amphibisch |
1,5 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts nur geringe Ankühlung | 30 - 35 | großes Badebecken, trockene Sonnenplätze |
Unterfamilie Dasypeltinae (Afrikanische Eierschlangen) | |||||
| Dasypeltis (Afrikanische Eierschlangen) |
subtropische und tropische Trockengebiete (Halbwüsten, Dornbuschsteppen, Savannen und Sekundärwald), terrestrisch bis semiarboricol | 1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | Trinkgefäß, Klettermöglichkeiten; mehr oder weniger nachtaktiv, Nahrungsspezialist (Eier) |
Unterfamilie Dipsadinae (Amerikanische Schneckennattern) | |||||
| Dipsas und Sibon (Amerikanische Schneckennattern) |
tropisch, in Regen- und Bergwäldern, semiarboricol | 1,0 x 0,5 x 1,0 | 25 - 20, nachts geringe Abkühlung | - | gut bepflanztes Regenwaldterrarium, hohe Luftfeuchtigkeit |
Unterfamilie Homalopsinae (Wassertrugnattern) | |||||
| Cerberus (Hundskopf-Wassertrugnattern) |
tropische Küsten und Flußmündungen, in Brack- und Seewasser, aquatisch bis semiaquatisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30 | 28 - 33 auf dem Sonnenplatz | Brackwasseraquarium mit kleinem Landteil (1/5 der Grundfläche) und Kletterästen |
| Enhydris (Wassertrugnattern) |
tropische Süßgewässer, z.T. auch im Brackwasser von Flußmündungen und Mangrovewäldern, aquatisch bis semiaquatisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30 | 28 - 33 auf dem Sonnenplatz | Aquaterrarium mit kleinem Landteil (1/5 der Grundfläche) |
| Erpeton (Fühlerschlangen) |
tropische Süßgewässer, aquatisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 27 | - | Aquarium mit Bodengrund und Wasserpflanzen (sichere Abdeckung!), |
| Homalopsis (Boa-Wassertrugnattern) |
tropische Süßgewässer, auch in Mangrovewäldern, aquatisch bis semiaquatisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30 | 28 - 35 auf dem Sonnenplatz | Aquaterrarium mit Landteil (1/4 der Grundfläche) |
Unterfamilie Lycodontinae (Wolfszahnnattern) | |||||
| Boaedon (Hausschlangen), B. fuliginosus (Afrikanische Hausschlange) * |
subtropische und tropische Savannen, Halbwüsten, Galeriewälder, Kulturlandschaften, terrestrisch, B. olivaceus: tropischer Regenwald, amphibisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 22 - 28, u.a. bei subtropischen Arten nachts Abkühlung um |
- | Trockenterrarium mit Trinkgefäß und Versteckmöglichkeiten, für B. olivaceus Aquaterrarium mit trockenem Landteil; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Dinodon (Großzahn-Nattern) |
subtropische pflanzenreiche Feuchtgebiete, terrestrisch bis semiaquatisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 -28, nachts Abkühlung auf |
- | Feuchtterarrium mit großem Badebecken; nachtaktiv |
| Farancia (Schlammnattern) |
subtropisch und gemäßigtwarme Feuchtgebiete, Sümpfe, Tümpel, Teiche, amphibisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
- | Aquaterrarium, (Wasser:Land = 2:1); Winterruhe bei nachtaktiv |
| Leioheterodon (Madagaskar-Nattern) |
tropische Regenwälder, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 26 - 30, nachts Abkühlung um |
- | mäßig feuchtes Terrarium mit Trockenplätzen |
| Oligodon (Kukrinattern) |
subtropische und tropische Trockengebiete bis Regenwaldrandgebiete, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 26 - 32, für Arten aus Bergregionen und Trockengebieten mit größeren Temperaturschwankungen nachts Abkühlung auf |
- | größeres Trinkgefäß; nachtaktiv |
Unterfamilie Natricinae (Wassernattern) | |||||
| Amphiesma | subtropische und tropische Regen- und Bergregenwälder, amphibisch bis terrestrisch |
1,25 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, (für A. vibakari |
- | Feuchtterrarium mit trockenen Sonnenplätzen und großem Badebecken |
| Carphophis (Wurmnattern) |
gemäßigte Klimagebiete, offenes Grasland in Gewässernähe, terrestrisch bis subterrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 - 28, nachts Abkühlung auf |
- | Feuchtterrarium mit lockerem Bodengrund, Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Diadophis (Ringhalsnattern) |
gemäßigte und subtropische feuchte Lebensräume, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 22 - 26, nachts geringe Abkühlung | - | Feuchtterrarium mit größerem Wassergefäß und Versteckplätzen, kühle Überwinterung ist zu empfehlen; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Grayia (Afrikanische Wassernattern) |
tropisch, an größeren Flüssen und Seen, amphibisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 - 28, nachts geringe Abkühlung | 28 - 32 | Aquaterrarium (Wasser:Land = 2:1), trockene Sonnenplätze |
| Helicops (Scheelaugen-Nattern) |
in Süßgewässern der Tropen, fast völlig aquatisch |
1,25 x 0,5 x 0,5 | 20 - 30, nachts geringe Abkühlung | 25 -33 | Aquaterrarium mit kleinem Landteil und Kletterästen |
| Macropisthodon | tropische Bergregenwälder, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 - 28, nachts Abkühlung um |
25 - 33 | bepflanztes Waldterrarium, großes Badebecken; nachtaktiv |
| Natrix (Eurasische Schwimmnattern), Nerodia (Amerikanische Schwimmnattern), N. sipedon (Siegelring-Natter) * |
gemäßigte und subtropische bzw. mediterrane Klimagebiete, meist in Feuchtbiotopen und Gewässern, amphibisch |
1,25 x 0,5 x 0,5 | 20 - 28, nachts Abkühlung um |
25 - 30 | Aquaterrarium (Wasser:Land = 1:1), kühle Überwinterung ist zu empfehlen |
| Regina (Königinnen-Nattern) |
gemäßigte bis subtropische Klimagebiete, in Sümpfen, in und an den unterschiedlichsten Gewässern, amphibisch bis aquatisch |
1,25 x 0,75 x 0,75 | 20 - 26, nachts geringe Abkühlung | 26 - 30 | Aquaterrarium (Wasser:Land = 2:1), Kletteräste und trockenwarme Sonnenplätze, kühle Überwinterung |
| Rhabdophis (Tigernattern) |
subtropische bis tropische Feuchtgebiete, Gewässernähe, amphibisch, Rh. subminiatus mehr terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | Arten aus tropischen Gebieten: 26 - 30, nachts geringe Abkühlung, Arten aus subtropischen Gebieten: |
30 - 35 | Aquaterrarium (Wasser:Land = 1:1), für Rh. subminiatus genügt großes Badebecken, für Rh. tigrinus ist Winterruhe empfehlenswert |
| Sinonatrix (Asiatische Schwimmnattern) |
subtropisch und tropisch, in und an Gewässern, amphibisch |
1,25 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Aquaterrarium (Wasser:Land = 1:1) mit trockenen Ruheplätzen |
| Storeria (Braunschlangen) |
gemäßigte bis subtropische Klimagebiete, in verschiedensten Feuchtgebieten, z.T. Kulturfolger (Parks, Friedhöfe) S. dekayi mehr terrestrisch, S. occipitomaculata mehr amphibisch |
1,25 x 0,75 x 0,75 | 20 - 26, nachts geringe Abkühlung | - | Feuchtterrarium, für S. occipitomaculata ein größeres Wasserbecken, kühle Überwinterung ist zu empfehlen; nachtaktiv |
| Thamnophis (Strumpfbandnattern) * |
gemäßigte und subtropische Klimagebiete (Feuchtbiotope, Sümpfe, lichte Wälder, an Gewässern), Kulturfolger, terrestrisch, z.T. auch amphibisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 22 - 28, nachts geringe Abkühlung | 26 - 30 | Feuchtterrarium mit großem Badebecken und trockenen Sonnenplätzen, kühle Überwinterung ist zu empfehlen |
| Xenochrophis | tropisch, in und an Gewässern, amphibisch bis semiaquatisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | Aquaterrarium (Wasser:Land = 2:1) mit trockenen Ruheplätzen |
Unterfamilie Sibynophinae (Vielzahnnattern) | |||||
| Scaphiodontophis (Amerikanische Vielzahnnattern) |
tropisch, in Bergregenwäldern, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 24 - 28, nachts Abkühlung um |
- | Feuchtterrarium mit vielen Versteckmöglichkeiten, Trinkgefäß; nachtaktiv |
Unterfamilie Xenodontinae (Ungleichzähnige Nattern) | |||||
| Alsophis | subtropische und tropische Sekundärwälder und Buschland, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 28, nachts Abkühlung um |
28 - 33 | Trinkgefäß |
| Conophis | subtropische Trockengebiete bis Halbwüsten, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 -28, nachts Abkühlung auf 20 | 28 -33 | Trinkgefäß |
| Cyclagras (Brasilianische Glattnattern) |
tropische Regen- und Sekundärwälder, Kulturland, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 25 - 30, nachts Abkühlung um 5 | 30 - 35 | großes Badebecken |
| Heterodon (Hakennasen-Nattern) |
gemäßigte und subtropische Klimagebiete, in mehr oder weniger offenem, trockenem Gelände, aber auch Marschland und Gewässerufer, terrestrisch bis subterrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
28 - 33 | Trockenterrarium mit kleinem Badebecken, mindesten 10cm tiefer, sandiger Bodengrund zum Wühlen |
| Leimadophis (Buntnattern) |
tropische und subtropische Feuchtgebiete, amphibisch |
1,25 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
28 - 33 | Aquaterrarium (Wasser:Land = 2:1), Kletteräste, trockene Sonnenplätze |
| Liophis (Goldbauchnattern) |
tropische und subtropische Feuchtgebiete, amphibisch |
1,25 x 0,5 x 0,5 | 25 - 28, nachts Abkühlung auf |
- | Aquaterrarium (Wasser:Land = 2:1); nachtaktiv |
| Lystrophis (Südamerikanische Hakennattern) |
tropische Waldränder, auch offenes Gelände der Subtropen, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
- | Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Philodryas (Südamerikanische Strauchnattern) |
Regen- und Sekundärwälder, arboricol bis semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 26 - 30, nachts geringe Abkühlung | - | Luftfeuchtigkeit |
| Xenodon (Haubennattern) |
verschiedene tropische und subtropische Wälder in Gewässernähe, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 28 - 33 | hohe Luftfeuchtigkeit |
Familie Elapidae, Giftnattern | |||||
| Acanthophis (Todesottern) |
tropische und subtropische Wüstengebiete, Halbwüsten, Buschland, auch feuchte Wälder (sehr anpassungsfähig), terrestrisch |
1,0 x 0,75 x 0,5 | 28 - 32, nachts Abkühlung um |
bis 35 | äußerst träge Giftnattern (vipernähnlich), Trinkgefäß |
| Aspidelaps (Schildnasenkobras) |
Savannen und Trockensteppen der Subtropen, subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 26 - 32, nachts Abkühlung auf |
35 - 38 | Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Bungarus (Kraits) |
subtropische Trockenwälder und tropische Regen- und Bergregenwälder, terrestrisch |
1,0 x 0,75 x 0,5 | 28 - 32, nachts keine oder geringe Abkühlung | - | Trinkgefäß, Versteckplätze, Einzelhaltung, da Kannibalismus möglich; nachtaktiv |
| Boulengerina (Wasserkobras) |
tropische Gewässerufer, amphibisch |
1,5 x 0,75 x 0,5 | 26 - 30, nachts geringe Abkühlung | bis 35 | Aquaterrarium mit großem Wasserteil (mindesten die Hälfte der Grundfläche) |
| Dendroaspis (Mambas) D. angusticeps (Schwarze Mamba) bis 4 m |
tropische Regen- und Bergregenwälder, subtropische Galeriewälder (D. angusticeps), auch Trockensavanne (D. polylepis), arboricol bis semiarboricol, D. polylepis mehr terrestrisch |
1,0 x 0,75 x 1,0 | 26 - 30, nachts Abkühlung auf |
bis 35 | hohe relative Luftfeuchtigkeit |
| Hemachatus (Ringhalskobra) |
Savannen und Trockensteppen der Subtropen, terrestrisch |
1,0 x 0,75 x 0,75 | 26 -30, nachts Abkühlung auf |
35 -38 | Badebecken |
| Maticora (Bauchdrüsenottern) |
tropische Wälder und Bergregenwälder, subterrestrisch bis terrestrisch | 1,0 x 0,5 x 0,5 | 26 - 32, nachts keine Abkühlung | 35 - 38 | Einzelhaltung, da Kannibalismus möglich; Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Micrurus (Korallenschlangen) auch: Micruroides (Arizona-Korallenottern) Calliophis (Schmuckottern) |
tropische Regen- und Bergregenwälder (M. fulvius und Micruroides subtropische bis gemäßigte Klimagebiete), subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 26 - 30, nachts keine Abkühlung M. fulvius und Micruroides: nachts Abkühlung auf |
- | lockerer Bodengrund; Trinkgefäß; Einzelhaltung, da Kannibalismus möglich; für M. fulvius und Micruroides ist Winterruhe zu empfehlen; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Naja (Kobras) |
Halbwüsten, trockene Buschlandschaften und Savannen der Subtropen und Tropen, auch tropische Regenwälder (N. melanoleuca) und Kulturland (N. naja), terrestrisch |
1,5 x 0,75 x 0,75 | 26 - 32, nachts kaum Abkühlung bei Tieren aus tropischen Gebieten, bei Tieren aus subtropischen Gebieten nachts Abkühlung um |
35 - 38 | Badebecken |
| Ophiophagus (Königskobra) über 5,5m |
tropische Regen- und Bergregenwälder, terrestrisch |
unter 2,5m 1,25 x 0,75 x 0,75 über 2,5m 0,75 x 0,5 x 0,75 |
28 - 32, nachts geringe Abkühlung | 35 - 38 | großes Badebecken; Nahrungsspezialist (Schlangen) |
| Oxyuranus (Taipans) |
tropische Wälder und Trokkengebiete, terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,75 | 26 - 30, nachts geringe Abkühlung | bis 35 | Badebecken |
| Walterinnesia (Wüstenkobras) |
Wüsten und Halbwüsten des Vorderen Orients, subterrestrisch bis terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 26 - 30, nachts Abkühlung auf |
35 - 38 | Trinkgefäß; nachtaktiv |
Fam. Hydrophiidae, Seeschlangen | |||||
| Laticauda (Plattschwänze) |
tropische Küstengewässer, amphibisch |
1,5 x 0,75 x 0,75 | 24 - 26 | 28 - 30 | Meerwasseraquarium mit kleinem Landteil (ca. 1/5 der Grundfläche), trockene Sonnenplätze |
| UF Hydrophiinae (Ruderschwanz-Seeschlangen) |
tropische und subtropische Küstengewässer, Pelamis platurus auch Hochsee, Hydrophis semperiim Süßwasser, aquatisch |
1,5 x 0,75 x 0,75 | 24 - 26 | - | Meerwasseraquarium, für Hydrophis semperi Süßwasseraquarium |
| Atractaspis (Erdvipern) |
tropisch und subtropisch, in Wäldern, Savannen und Halbwüsten, subterrestrisch bis terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 28, bei Arten aus Trockengebieten: nachts Abkühlung um |
- | hoher, zum Wühlen geeigneter Bodengrund (mindestens nachtaktiv |
Fam. Viperidae, Vipern, Ottern | |||||
| Atheris (Buschvipern) |
tropische Regen- und Bergregenwälder, Buschland, arboricol |
0,5 x 0,5 x 1,0 | 15 - 28, nachts geringe Abkühlung, bei Arten aus Bergwäldern nachts Abkühlung auf 20 |
- | gute Bepflanzung und viele Kletteräste, hohe Luftfeuchtigkeit vorwiegend nachtaktiv |
| Azemiops (Fea-Vipern) |
tropische Bergregenwälder, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 28, nachts Abkühlung um |
- | Waldterrarium mit Trinkgefäß |
| Bitis (Puffottern), große Arten |
tropische Wälder (B. nasicornis) bzw. Savannen und Buschland (B. arietans), terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | B. gabonica und B. nasicornis: B. arietans: |
nur für B. arietans: |
für B. gabonica und B. nasicornis Waldterrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit für B. arietans: Trockenterrarium mit Trinkgefäß; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Bitis (Puffottern), kleine Arten |
Wüsten, Halbwüsten, Geröllfelder, Buschland, terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 28, nachts Abkühlung auf |
28 - 33 | Trockenterrarium mit Trinkgefäß, für B. caudalis, B. cornuta, B. peringueyi lockerer Sandboden; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Causus (Krötenvipern) |
tropische und subtropische Trockengebiete, in Gewässernähe, C. resimus in feuchten Lebensräumen, terrestrisch, C. defilippii auch subterrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung um C. lichtensteini nachts nur geringe Abkühlung |
- | je nach Art Trocken- bis Feuchtterrarium mit Badebecken, Versteckplätze; nachtaktiv |
| Cerastes (Afrikanische Hornvipern) |
Wüstengebiete, terrestrisch bis semiterrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 28 - 32, nachts Abkühlung auf 20 | 30 - 35 | hoher Sandboden vorwiegend nachtaktiv |
| Daboia (Orientalische Ottern) |
subtropische bis tropische Bergsteppen und Steinwüsten (D. bornmuelleri, D. latifii, D. lebetina, D. mauritanica, D. palaestinae, D. raddei, D. xanthina), feuchte Wälder, Busch- und Grasland, Regenwaldränder (D. russelli), terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf D. russelli: nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | je nach Art Trockenterrarium oder leicht feuchtes Waldterrarium, Trinkgefäß; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Echis (Sandrasselottern) |
subtropisch und tropisch, in Trockengebieten (Wüsten, Halbwüsten, Savannen, Waldränder), terrestrisch | 1,25 x 0,75 x 0,5 | 28 - 32, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Trockenterrarium mit Verstecken, Trinkgefäß; vorwiegend nachtaktiv |
| Eristicophis (McMahonvipern) |
Sandwüsten, terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | feine Sandschicht (ca. 10cm), Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Pseudocerastes (Trughornvipern) |
steinige Wüsten und Geröllfelder, Halbwüsten, terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 30, nachts Abkühlung auf |
30 - 35 | Trockenterrarium mit Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Vipera (Europäische Ottern) |
gemäßigte, subtropische und mediterrane Klimagebiete, in verschiedenen Lebensräumen (Heide, Moore, Steppen Waldränder, Geröllfelder), terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 25 - 28, nachts Abkühlung auf |
28 - 33 | trockene Sonnenplätze, Trinkgefäß, kühle Überwinterung ist zu empfehlen; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
Fam. Crotalidae, Grubenottern | |||||
| Bothriechis (Palmenottern) |
subtropische und tropische Regen- und Bergregenwälder, arboricol |
0,75 x 0,5 x 1,25 | 24 - 26, nachts nur geringe Abkühlung, B. lateralis: Tags 20 - 25, nachts Abkühlung auf ca. 15 |
28 - 30 | gut bepflanztes Regenwaldterrarium mit zahlreichen Kletterästen und hoher Luftfeuchtigkeit vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Bothrops (Lanzenottern) |
in sehr verschiedenen Lebensräumen: tropische Regenwälder (z.B.: B. asper, B. atrox, B. carribaeus, B. jararacussu, B. lanceolatus), tropische Berg- und Nebelwälder (z.B.: B. andianus, B. microphthalmus, B. venezuelensis) tropische und subtropische Trocken- und Halbtrockenwälder (z.B.: B. erythromelas, B. fonsecai, B. jararaca, B. neu-wiedi), Savannen und Buschland (z.B.: B. ammodytoides, B. cotiara, B. insularis, B. itapetiningae, B. jararaca, B. marajoensis, B. moojeni, B. neuwiedi) subtropische und gemäßigt temperierte feuchte Niederungen (z.B.: B. alternatus, B. cotiara) Wüsten und Halbwüsten (z.B.: B. barnetti, B. roedingeri) terrestrisch |
1,25 x 0,5 x 0,75 | 24 - 28, nachts Abkühlung um Gebirgs- und Wüstenarten nachts Abkühlung auf 18 |
28 - 30 (nicht für Arten aus tropischen Regenwäldern) | je nach Herkunft Trocken-, Feucht- oder Regenwaldterrarium, Versteckplätze, Trinkgefäß; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Bothropsis (Waldottern) |
tropische Regen-, Bergregen- und Nebelwälder, arboricol, B. medusa und B. punctata terrestrisch |
0,75 x 0,5 x 1,25 für B. medusa und B. punctata: 1,0 x 0,5 x 0,75 |
25 - 28, nachts geringe Abkühlung, B. alticola und B. oligolepis nachts Abkühlung auf |
28 - 33 | gut bepflanztes Regenwaldterrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit (70 - 90%), häufiges Besprühen mit lauwarmem Wasser, zahlreiche Kletteräste (nicht bei B. medusa und B punctata), Trinkgefäß; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Calloselasma (Malaien-Mokassinottern) |
lichte Wälder, bergiges Buschland, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 25 - 30, nachts geringe Abkühlung | 28 - 33 | feuchtes Waldterrarium mit trockenen Ruheplätzen, Trinkgefäß, vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Crotalus (Klapperschlangen) |
gemäßigte subtropische und tropische Klimagebiete, in unterschiedlichen, mehr oder weniger trockenen Biotopen, lichte Wälder, Steppen, Stein-, Kakteen- und Sandwüsten, Geröllfelder, Waldränder, terrestrisch |
1,25 x 0,5 x 0,75 | 25 - 28, nachts Abkühlung auf wärmeempfindliche Arten (C. molossus, C. pusillus, C. wilardi): 22 - 25, nachts Abkühlung auf |
28 - 30, jedoch nicht für die nebenstehenden wärmeempfindlichen Arten, für C. enyo, C. pricei, C. tigris: für C. cerastes: bis 35 |
Trockenterrarium mit Trinkgefäß, Versteckplätze, für C. durissus, C. horridus etwas feuchter, für C. cerastes hoher Sandbodengrund (ca. 10cm), für Tiere aus gemäßigt temperierten Gebieten und für Gebirgsarten ist kühle Überwinterung zu empfehlen; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Deinagkistrodon (Chinesische Nasenottern) |
Bergwälder, terrestrisch |
1,25 x 0,75 x 0,5 | 20 - 25, nachts Abkühlung um |
- | feuchtes Waldterrarium mit trockenen Ruheplätzen, Trinkgefäß; dämmerungs- und nachtaktiv |
| Hypnale (Höckernasenottern) |
tropische Wälder und Bergregenwälder, terrestrisch bis semiarboricol |
1,25 x 0,75 x 1,0 | 24 - 28, nachts geringe Abkühlung | - | feuchtes Waldterrarium mit trockenen Sonnenplätzen, Trinkgefäß; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Lachesis (Buschmeister), bis 3,75m |
kühle Regen-, Bergregen- und Nebelwälder mit hohen Niederschlagsmengen, terrestrisch |
1,0 x 0,75 x 0,75 | 18 - 22 | - | feuchtes, gut bepflanztes Waldterrarium mit Versteckplatz und Wasserbecken, trockener Ruheplatz, tägliches Besprühen mit lauwarmem Wasser; nachtaktiv |
| Porthidium (Berg-Grubenottern) |
tropische Regen- und Bergregenwälder (P. hyoprora, P. nasutum, P. nummifer, P olmec), Nebel- und Bergwälder (P. barbouri, P. godmani, P. picadoi), tropische und subtropische saisongrüne Trocken- und Halbtrockenwälder (P. dunni, P. lansbergi, P. melanurum, P. ophryomegas, P. tzotzilorum, P. yucatanicum), terrestrisch |
1,25 x 0,5 x 0,75 | 22 - 26, nachts geringe Abkühlung, für Gebirgsarten und Arten aus Trockenbiotopen: nachts Abkühlung auf 18 |
28 - 30 | je nach Herkunft Regenwald-, Feucht- oder Trockenterrarium, Trinkgefäß, Versteckplätze; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Ophryacus (Mexikanische Hornvipern) |
Berg- und Nebelwälder, semiarboricol |
1,0 x 0,5 x 1,0 | 22 - 26, nachts Abkühlung um |
28 - 30 | Kletteräste mit Bepflanzung, Trinkgefäß, Versteckplätze |
| Sistrurus (Zwergklapperschlangen |
gemäßigte und subtropische Gebiete in verschiedensten Lebensräumen (feuchte Wiesen, Waldränder, lichte Wälder) S. ravus in Halbwüsten, terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,5 | 20 - 28, nachts Abkühlung auf |
nur für S. ravus: 28 - 32 |
je nach Art und Herkunft Feucht- bis Trockenterrarien, Trinkgefäß; nachtaktiv |
| Trimeresurus (Bambusottern), bodenbewohnende Arten |
tropische Bergregen- und Trockenwälder, Regenwaldrand, Monsunwälder, vorwiegend terrestrisch |
1,0 x 0,5 x 0,75 | 24 - 28, nachts Abkühlung um für montane Arten (T. monticola, T. jerdoni, T. strigatus, T. malabaricus): nachts Abkühlung auf 18 |
28 - 33 | feuchtes Waldterrarium mit trockenen Sonnenplätzen, Trinkgefäß, Klettermöglichkeiten; vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Trimeresurus (Bambusottern), baumbewohnende Arten |
tropische Regen- und Bergregenwälder, Bambus- und Mangrovewälder, vorwiegend arboricol |
0,75 x 0,5 x 1,0 | 25 - 30, nachts Abkühlung um |
28 - 33 | Regenwaldterrarium mit zahlreichen Kletterästen und guter Bepflanzung, Trinkgefäß, tägliches Besprühen mit lauwarmem Wasser, hohe Luftfeuchtigkeit vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für die Pflege adulter Tiere. Sie sind sinngemäß auf die Aufzucht juveniler Tiere anzuwenden. Diese können jedoch in ihren Ansprüchen teilweise stark von der Pflege adulter Tiere abweichen.
Die Gruppencharakteristik, die Anforderungen an Strahlungswärme, Ernährung, Infrastruktur / Lebensraum, Gruppenzusammensetzung, Terrariengröße und Wasserstand können in einer Tabelle nicht ausführlich wörtlich dargestellt werden. Deshalb werden für die Gruppencharakteristik in Spalte 2 Buchstaben als Symbole verwendet. Deren Bedeutung und Hinweise zu den Spalten 3 bis 7 der Tabelle werden ausführlich in den Legenden 1 bis 6 dargelegt.
Viele Schildkröten werden sehr groß und erreichen bei guter Pflege ein hohes Alter - 25 bis 50 Jahre bei Wasserschildkröten und noch viel mehr bei Landschildkröten. Das sollte bei der Anschaffung von Schildkröten unbedingt bedacht werden.
Die in der Tabelle angegebenen Maße beziehen sich auf die Panzerlänge - PL - oder die Panzerbreite (Stockmaß).
Gattung/Art 1 (spec.: alle Arten der Gattung) * für Anfänger geeignet ** nur für Spezialisten geeignet Zahlen: PL in cm (nur groß werdende Arten) |
Gruppencharakteristik s. Legende 1 |
Strahlungswärme ca. °C s. Legende 2 |
Ernährung (vorwiegend) s. Legende 3 |
soziale Zusammen- setzung s. Legende 4 |
Terrariengröße Länge: PL x vorgegebene Zahl Breite: 1/2 der errechneten Länge s. Legende 5 |
Wasserstand Panzerbreite x vorgegebene Zahl s. Legende 6 |
Überwinterung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Carettochelys insculpta Neuguinea Weichschildkröte (40 - 50) |
C | keine | vegetarisch/ alles |
Paar | 5 | 2 | - |
| Chelodina spec. Austr. Schlangenhalsschildkröten (15 - 50) |
E | 30 | animalisch | Gruppe | 5 | 2 | - |
| Cheloniidae Meeresschildkröten** (bis 100) |
C |
keine |
alles |
Gruppe |
10 20 |
2 |
- |
| Chelydra serpentina Schnappschildkröte (45) |
B | keine | animalisch | einzeln | 3 | 2 | eventuell |
| Chelus fimbriata Fransenschildkröte (50) |
- | keine | ausschließlich Fisch | Gruppe | 3 | 2 | - |
| Chersina angulata | H | 45 | vegetarisch | Paar | 8 | - | - |
| Chinemys spec. China-Sumpfschildkröten * |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 5 | 2 | - |
| Chrysemys picta Zierschildkröte ** |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 5 | 2 | empfehlenswert |
| Claudius angustatus Großkopf-Schlammschildkröte |
A | keine | animalisch | einzeln/ (Gruppe) |
3 | 2 | - |
Clemmys guttata Tropfenschildkröte ** |
D | 30 | animalisch | Paar | 4 | 1 | eventuell |
insculpta |
F | 30 | alles | Paar/ Gruppe |
6 | 1 | eventuell |
D |
30 |
alles |
Paar/Gruppe |
4 |
2 |
- |
|
flavomarginata |
F | 30 | alles | Gruppe | 4 | Wasserschale | - |
galbinifrons |
F | 30 | alles | Paar/ Gruppe |
4 | Wasserschale | - |
trifasciata |
D | 30 | alles | Paar | 4 | 2 | eventuell |
| Cyclemys dentata Malayische Dornschildkröte * |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 4 | 2 | - |
| Dermochelys coriacea Lederschildkröte (200) |
wegen ihrer speziellen Ernährung (Quallen) ist die Haltung grundsätzlich abzulehnen | ||||||
| Elseya spec. Elseya-Schildkröten (20 - 40) * |
E | 30 | animalisch | einzeln/Paar | 5 | 2 | - |
| Emydura spec. Spitzkopf-Schildkröten * |
D/E | 30 | animalisch | Paar/Gruppe | 5 | 2 | - |
| Emys orbicularis Europäische Sumpfschildkröte |
D | 30 | animalisch | Paar/Gruppe | 5 | 2 | empfehlenswert |
(40) |
H/I |
45 |
vegetarisch/ gemischt |
Gruppe |
8 |
Wasserschale |
- |
chilensis Argentinische Land-schildkröte ** |
H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - |
(60) |
I | 45 | vegetarisch/ gemischt | Gruppe | 8 | Wasserschale | - |
| H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - | |
nigra und gigantea Elefanten- und Riesenschildkröte (120) |
H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - |
(40) |
H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - |
radiata Strahlenschildkröte (40) |
H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - |
(80) |
H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - |
| Geoemyda spengleri Zackenerdschildkröte |
F | keine | animalisch | einzeln/ Paar |
4 | Wasserschale | - |
| Graptemys spec. Höckerschildkröten |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 5 | 2 | eventuell |
| Homopus spec. ** | H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 4 | - | - |
| Indotestudo elongata Gelbkopf-Landschildkröte |
H/I | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | - |
| Kachuga spec. Asiatische Dachschildkröten |
D | 30 | alles | Gruppe | 5 | 2 | - |
| Kinixys spec. Gelenkschildkröten ** |
H/I | 45 | alles | Gruppe | 8 | Wasserschale | - |
| Kinosternon spec. (inkl. Sternotherus) Schlammschildkröten * |
A | - | animalisch | einzeln/ Gruppe |
3 | 2 | - |
| Macroclemys temminckii Geierschildkröte (60) |
B | keine | animalisch | einzeln | 3 | 2 | eventuell |
| Malacochersus tornieri Spaltenschildkröte ** |
H/ Spalten als Versteck erforderlich |
30 | vegetarisch | Paar | 3 | - | - |
| Manouria spec. Indische Landschildkröten ** (60) |
I | 30 | vegetarisch | Gruppe | 6 | Wasserschale | - |
| Mauremys spec. Altwelt-Wasserschildkröten * |
D | 30 | animalisch | Paar/Gruppe | 5 | 2 | eventuell |
| Melanochelys spec. Dunkle Erdschildkröten |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 4 | 2 | - |
| Ocadia sinensis Chinesische Streifen-schildkröte |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 5 | 2 | - |
| Pelusios spec. Klappbrust-Pelomedusenschildkröten * |
E | 30 | animalisch | einzeln/ Gruppe |
4 | 2 | - |
| Phrynops spec. Froschkopf-Schildkröten (20 - 50) * |
E | 30 | animalisch | einzeln/ Gruppe |
5 | 2 | - |
| Platemys spec. (inkl. Acanthochelys) Plattschildkröten |
D | 30 | animalisch | Paar/ Gruppe |
4 | 2 | - |
| Platysternon megacephalum Großkopfschildkröten |
A | 30 | animalisch | einzeln | 3 | 1 | - |
| Podocnemis spec. Schienenschildkröten ** (25 - 80) |
D/E | 30 | alles | einzeln/ Paar Gruppe |
5 | 2 | - |
| Psammobates spec. ** | H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 4 | - | - |
| Pseudemys spec. Amer. Schmuck-schildkröten (25- 40) * |
D/E | 30 | alles | Gruppe | 5 | 2 | - |
| Pyxis spec. ** | H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 4 | - | - |
| Rhinoclemmys spec. Amer. Erd-schildkröten |
D/F | 30 | alles | Gruppe | 5 | 1 | - |
| Sacalia bealei Pfauenaugen-Wasserschildkröte |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 4 | 2 | - |
| Siebenrockiella crassicollis Dickkopf-Schildkröte * |
D | 30 | animalisch | Gruppe | 4 | 2 | - |
| Staurotypus spec. Kreuzbrustschildkröten (20 - 30) |
B | - | animalisch | einzeln | 3 | 2 | - |
F |
30 |
alles |
einzeln/ Paar/ Gruppe |
5 |
Wasserschale |
empfehlens-wert |
|
ornata Schmuck-Dosen-schildkröte |
F | 45 | animalisch | einzeln/ Paar/ Gruppe |
5 | - | empfehlens-wert |
H |
45 |
vegetarisch |
Gruppe |
8 |
- |
eventuell |
|
| G | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | ja | |
| G | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | ja | |
| H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | ja | |
| G/H | 45 | vegetarisch | Gruppe | 8 | - | ja | |
| Trachemys spec. Amer. Schmuckschildkröten (20 - 40) * |
D/E | 30 | alles | Gruppe | 5 | 2 | nordamerik. Arten empfehlenswert; mittel- u. südamerik. Arten keinesfalls |
| Trionychidae Weichschildkröten (30 - 150) |
C | 30 | animalisch | einzeln/ Paar/ Gruppe |
5 | 2 | eventuell |
Gruppencharakteristik
Unter dem Gesichtspunkt ähnlicher Haltungsansprüche werden Gattungen und Arten zu nachfolgenden Gruppen zusammengefaßt:
A Kleinbleibende (bis
B mittelgroße bis große (bis
C mittelgroße bis große (bis
D kleine bis mittelgroße (bis
E große (bis
F kleine bis mittelgroße (bis
G Landschildkröten, für die eine überwiegende Freilandhaltung empfohlen wird; die Zimmerhaltung erfolgt bevorzugt zur Überwinterung oder bei ungünstiger Witterung; die Freilandanlage muß über Sonnenplätze, ein Schutzhaus und schattenspendende Gewächse verfügen;
H Landschildkröten aus heißen Trockengebieten, für die eine Freilandhaltung nur in den Sommermonaten empfohlen werden kann; die Freianlage muß wie bei (G) ausgerüstet sein, das Schutzhaus sollte beheizbar sein;
I Landschildkröten aus heißen Feuchtklimaten, die einen hohen Bedarf an Trinkwasser haben und erhöhte Luftfeuchtigkeit benötigen; in der Regel ist keine Freilandhaltung möglich.
Strahlungswärme
Natürlicher Lichteinfall oder künstliche Beleuchtung sind für fast alle Schildkröten notwendig, um den Tieren den Tag-Nacht-Rhythmus und jahreszeitliche Schwankungen zwischen Kurztag und Langtag zu signalisieren. Im saisonalen Hauptaktivitätszeitraum der Schildkröten sollte die Tagestemperatur von Luft/Wasser für die meisten Arten bei mindestens 23°C bis 26°C liegen. Ruhephasen verbunden mit Lichtentzug und Temperaturabsenkung, im Extremfall Hibernation z.B. bei europäischen Landschildkröten, sind für viele Schildkrötenarten eine wesentliche Voraussetzung für eine Reproduktion. Darüber hinaus hat lokale Strahlungswärme für viele Schildkröten eine hohe Bedeutung zur Erreichung einer optimalen Körpertemperatur.
Ernährung
Viele Schildkröten ernähren sich je nach dem jahreszeitlichen Angebot im Lebensraum und Lebensalter zeitweise mehr animalisch oder vegetarisch.
Animalische Nahrung kann z.B. aus Wasserflöhen, Schnecken, Fischen, Mückenlarven, Würmern, Babymäusen, magerem Warmblüterfleisch sowie aus Schildkrötenpudding bestehen, viele Arten nehmen auch pflanzliche Nahrung an.
Vegetarische Nahrung kann aus Grünpflanzen, Obst, Getreideprodukten u. a. bestehen, viele Arten nehmen auch animalische Nahrung an.
Gruppenzusammensetzung
Bei manchen Arten ist wegen Unverträglichkeit im Extremfall eine Einzelhaltung erforderlich; sie sind in der Tabelle durch einzeln gekennzeichnet.
Bei der Bezeichung Paar oder Gruppe ist eine gemeinsame Haltung meist möglich. Gegebenenfalls muß die Verträglichkeit unter Aufsicht getestet werden.
Terrariengröße
Entsprechend dem Bewegungsdrang der Tiere wird in der Übersicht für die Behälterlänge ein Mehrfaches der PL des größten Tieres angegeben. Ist für aquatile Schildkröten ein Landteil über die Wasseroberfläche gebaut, so ist er der Grundfläche entsprechend zuzurechnen.
Die Terrarienbreite sollte ca. die Hälfte der Terrarienlänge betragen.
Für die dritte und vierte im Behälter gepflegte Schildkröte sollte zusätzlich mindestens 10%, ab der fünften Schildkröte 20% mehr Grundfläche zur Verfügung stehen.
Wasserstand
Die Höhe des Wasserstandes wird im Verhältnis zur Panzerbreite angegeben. Bei Landschildkröten aus Trockengebieten (Gruppen G und H) kann auf eine Wasserschale verzichtet werden, gelegentliches Baden der Tiere wird empfohlen. Für Landschildkröten aus Feuchtgebieten ist eine Wasserschale erforderlich.
Die Bedingungen für die Dauerhaltung (Abschnitt II Punkte 1 bis 5 ) werden mit folgenden Modifikationen angewandt:
Die meisten importierten Reptilienarten werden direkt der Natur entnommen und sind häufig von Parasiten befallen. Deshalb ist bei der Haltung von Wildfängen Sauberkeit oberster Grundsatz. Großhändler-Terrarien sind aus diesem Grund so hygienisch wie möglich zu unterhalten; ästhetische Aspekte spielen bei der Ausstattung eine untergeordnete Rolle. Die Funktionalität der Ausstattung der Terrarien muß jedoch gewahrt bleiben.
Bei Händlern wird erfahrungsgemäß eine größere Zahl von Exemplaren vorübergehend untergebracht. Deshalb kann der Platzbedarf pro Tier reduziert und gemäß der Formel für die Dauerhaltung unter Berücksichtigung der zulässigen modifizierten Besatzdichte (s.u.) und des gruppenspezifischen Geltungsbereiches (s.u.) berechnet werden. Es wird jeweils das größte Tier (KRL, GL, PL) für die Berechnungen angenommen. Große Tiere außerhalb des gruppenspezifischen Geltungsbereiches sind entsprechend den für die Dauerhaltung vorgebenen Flächenbedarf unterzubringen.
[Z.B. Landschildkröten: 8 PL x ½ 8 PL. Die Formel gilt bei Privathaltern für 2 Tiere, beim Händler im Geltungsbereich von PL = 10cm bis PL = 25cm vorübergehend für den doppelten Besatz, also für 4 Tiere. Der Platzbedarf für jedes Tier ist somit ein Viertel der Fläche, die sich aus der Formel ergibt. Für Tiere mit PL = 20cm ergibt dies beispielsweise einen Flächenbedarf unter Händlerbedingungen von 0,32m² pro Tier.]
Richtwerte für die Mindestabmessungen der Terrarien ergeben sich aus den jeweiligen Formeln, wobei folgende absoluten Terrarien-Mindestabmessungen (Länge, Breite, Höhe) grundsätzlich nicht unterschritten werden dürfen:
Schildkröten, Echsen und Schlangen:
Bodenbewohner: 0,30m x 0,20m x 0,20m
Baumbewohner: 0,30m x 0,20m x 0,30m
Krokodile: 0,50m x 0,30m x 0,30m
Jungtieraufzucht: gemäß Abschnitt II. (z.B. Kleinstterrarien für die Aufzucht von Chamäleons und Schlangen).
Eine zwischenartliche Vergesellschaftung unter Händlerbedingungen ist nicht statthaft.
Unverträgliche Tiere müssen abgesondert und ggf. einzeln gehalten werden, wie z.B. Chamaeleo spp. oder Phelsuma madagascariensis. Bei Bedarf sind Sichtblenden anzubringen.
Der Einzelhaltung ist in vielen Fällen wegen der Wirkung als Quarantäne-Ersatz und der Eingewöhnung an neue Haltungsbedingungen der Vorzug zu geben. Bei einer solchen vorübergehenden Einzelhaltung kann die Grundfläche, die sich aus der jeweiligen Dauerhaltungs-Formel ergibt, halbiert werden. Dabei darf jedoch keine der Flächenabmessungen bei Schildkröten die 1,5fache Panzerlänge, bei Echsen und Krokodilen die 2fache Kopf-Rumpf-Länge und bei Schlangen die 0,25fache Gesamtlänge unterschreiten. Die Mindesthöhe kann auf 75% reduziert werden. Die oben angegebenen absoluten Mindestabmessungen für Terrarien dürfen dabei nicht unterschritten werden.
Die Gesamtverweildauer unter eingeschränkten Bedingungen beim Groß- und Einzelhändler ist auf drei Monate zu beschränken (Nachweis z.B. anhand von Lieferscheinen oder Rechnungen).
Für eine vorübergehende Unterbringung beim Groß- und Einzelhändler kann ein Terrarium, welches den Vorgaben für die Dauerhaltung hinsichtlich der Grundfläche und der Ausstattung entspricht, mit dem doppelten bzw. 1,5fachen Besatz belegt werden.
Die folgenden gruppenspezifischen Geltungsbereiche sind dabei zu beachten:
SCHILDKRÖTEN:
Eine vorübergehend erhöhte, doppelte Besatzdichte ist zulässig für Tiere mit Panzerlängen von 10cm bis 25cm, wobei Tiere unter 10cm Panzerlänge wie 10cm große Tiere eingestuft werden. Für Tiere mit Panzerlängen über 25cm gelten die Bedingungen für die Dauerhaltung.
ECHSEN:
Eine vorübergehend erhöhte, 1,5fache Besatzdichte ist zulässig für Tiere mit Kopf-Rumpf-Längen von 10cm bis 25cm, wobei Tiere unter 10cm Kopf-Rumpf-Länge wie solche eingestuft werden, die eine KRL von 10cm haben. Für Tiere mit Kopf-Rumpf-Längen über 25cm gelten die Bedingungen für die Dauerhaltung.
Bei allen Arten von Geckos und Anolis, die aufgrund ihrer Haftlamellen die Terrarienwandungen nutzen können, kann vorübergehend eine doppelte Besatzdichte erfolgen.
Das Territorialverhalten von Phelsumen und die damit einhergehende Unverträglichkeit der Tiere wird erfahrungsgemäß kurzfristig durch höhere Besatzdichten unterdrückt. Deshalb kann beim Importeur für eine Zeit von zwei Wochen nach der Einfuhr die Besatzdichte bei Phelsumen auf das 3fache gesteigert und der Geltungsbereich auf eine Kopf-Rumpf-Länge von 5cm erweitert werden. Diese Sonderregelung gilt naturgemäß nicht für den Einzelhandel.
KROKODILE:
Eine vorübergehend erhöhte, doppelte Besatzdichte ist zulässig für Tiere mit Kopf-Rumpf-Längen von 10cm bis 25cm. Für größere Tiere gelten die Bedingungen für die Dauerhaltung. Sofern ein Aqua-Terrarium z.B. mit einem Gitter abedeckt ist, genügt eine Mindesthöhe von 2 Kopf-Rumpf-Längen.
SCHLANGEN:
Eine vorübergehend erhöhte, 1,5fache Besatzdichte ist zulässig für Tiere mit Gesamtlängen von 50cm bis 150cm. Tiere, die kleiner als 50cm sind werden wie diese eingestuft. Für Tiere mit Gesamtlängen von mehr als 150cm gelten die Bedingungen für die Dauerhaltung.
Das Anbieten von Reptilien außerhalb von Zoofachgeschäften ist nur im Rahmen von organisierten Reptilienbörsen zu akzeptieren. Sie werden als Forum für einen direkten Kontakt zwischen Amphibien- und Reptilienzüchtern und interessierten Terrarianern oder allgemein Interessierten durchgeführt. Sie sind als unmittelbarer Austausch von Tieren und Informationen zwischen den Züchtern und zwischen Züchtern und Einsteigern in die Reptilienhaltung gedacht.
Zielsetzung dieser Reptilienbörsen ist, den Massenimport von Wildtieren einzudämmen und zu selbsterhaltenden Populationen in menschlicher Obhut beizutragen.
Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:
1. Für den An- und Abtransport und auch für die zeitweise Unterbringung von nicht ausgestellten Exemplaren sind thermostabile Behälter, z.B. Kühlboxen, Styroporboxen o. ä., zu verwenden. Erforderlichenfalls sind diese Behältnisse durch Wärmeakkus oder -flaschen zu temperieren. Die Dauer von Reptilienbörsen ist auf maximal 10 Stunden zu beschränken.
2. Für jedes angebotene Tier sind folgende Angaben sichtbar auszulegen
a) deutscher Name,
b) wissenschaftlicher Name,
c) Herkunft: Nachzucht/Wildfang,
d) Geschlecht: 1,0/0,1/0,01
e) Schutzstatus: WA I, WA II, BArtSchV o. ä.
3. Die Behältnisse müssen folgenden Mindestanforderungen entsprechen:
a) ausreichende Lüftung,
b) geeignetes Bodensubstrat für die Aufnahme von Ausscheidungen,
c) die Größe des Behälters muß ein problemloses Wenden ermöglichen. Als Faustregel bei Echsen gilt - mindestens 1,5fache Kopf-Rumpf-Länge -,
d) die Betrachtung der Tiere soll nur von einer Seite oder von oben möglich sein,
e) jedes Tier ist einzeln unterzubringen; das gilt auch, wenn die Tiere paarweise oder als Zuchtgruppe abgegeben werden sollen.
4. In Räumen, in denen Tiere angeboten werden, ist das Rauchen zu verbieten und Zugluft zu vermeiden. Es muß für angemessene Temperatur gesorgt werden.
5. Für jedes geschützte Tier sind die Originalpapiere mitzuführen und auf Verlangen vorzulegen.
6. Das Ausstellen von Gifttieren, die für den Menschen gefährlich sind, soll im Rahmen von Reptilienbörsen in der Regel unterbleiben; ggf. sind solche Tiere in einem gesonderten Raum, einzeln, in verschlossenen Behältern, anzubieten.
7. Das Herausnehmen von Tieren aus den Behältern ist ausschließlich im Beisein und nach Zustimmung des Besitzers gestattet, wenn dafür ein triftiger Grund vorliegt.
8. Das Beklopfen und Schütteln mit Tieren besetzter Behälter ist tierschutzwidrig.
9. Die ausgestellten Tiere sind ständig vom Besitzer oder von einer von ihm damit beauftragten Person zu beaufsichtigen.
10. Geschlechtsbestimmungen mit Hilfsmitteln, die Verletzungen verursachen können oder für das Tier schmerzhaft sind, sollen in der Regel nicht erfolgen bzw. sind auf ein Minimum zu beschränken.
Herr Wolfgang Rades (NABU Niedersachsen) gibt für den DNR, unabhängig von der sonstigen Zustimmung zu vorliegendem Gutachten, folgende Differenzen zu Protokoll:
1.) Der Hinweis zu Beginn des Gutachtens, wonach dem Erwerb von Nachzuchten, grundsätzlich der Vorrang zu geben ist, ist von Bedeutung, reicht jedoch nicht aus:
Auf die Arten- und Tierschutzproblematik von Wildtiermassenimporten muß deutlich hingewiesen werden! Zudem sollte zumindest für die Arten, die nicht ausdrücklich als vom fachlich informierten (sachkundigen) Anfänger haltbar gekennzeichnet sind, über einen Sachkundenachweis sichergestellt werden, daß der Halter die notwendigen Kenntnisse zu deren tiergerechter Pflege hat.
2.) Die Haltung großwerdender Arten von Schlangen, Leguanen und Waranen sollte ebenso, wie bei den Krokodilen geschehen, nur genehmigt werden, wenn entsprechende Anlagen auch für adulte Tiere vorhanden sind.
3.) Im Tierhandel sollten ähnlich, wie bei den Reptilienbörsen angeführt, am Terrarium folgende Angaben sichtbar angebracht sein:
a) Deutscher Name
b) Wissenschaftlicher Name
c) Herkunft: Nachzucht/Wildfang (aus ....)
d) Schutzstatus: WA I, WA II, BArtSchVO o. ä.
Weiterhin sollte das vorliegende Gutachten mit Hinweis auf weiterführende Literatur dem Käufer mitgegeben werden.
4.) Sonderbedingungen für die vorübergehende Haltung von Reptilien in Groß- und Einzelhandel werden abgelehnt.
Begründung:
- Insbesondere der Einzelhandel sollte eine Vorbildfunktion im Bereich der Tierhaltung haben.
- Die Kurzfristigkeit der Unterbringung der Tiere ist kaum kontrollierbar.
- Wildtiermassenimporte sind sowohl aus Tierschutz- wie auch aus Artenschutzgründen abzulehnen und sollten nicht durch Sonderkonditionen für Importeure begünstigt werden.
Der Deutsche Tierschutzbund gibt unabhängig von der sonstigen Zustimmung zu vorliegendem Gutachten folgende Differenzen zu Protokoll:
1. Die Haltung von Reptilien im Privathaushalt wird grundsätzlich aus Tier- und Artenschutzgründen abgelehnt. Die Haltung dieser Wildtiere ist auf wissenschaftlich geführte Einrichtungen zu beschränken.
2. Solange es kein grundsätzliches Verbot der Reptilienhaltung im Privathaushalt gibt, hat der Halter gegenüber der zuständigen Behörde seine Sachkunde (Sachkundenachweis) und eine verhaltensgerechte Unterbringung der Tiere nachzuweisen. Zu verzichten ist in jedem Fall auf die Privathaltung von Arten, die besonders groß und alt werden, auf Nahrungsspezialisten wie zum Beispiel Tierarten, die nur lebende Nahrung akzeptieren sowie auf die Haltung von Arten, die in ihrem Bestand gefährdet sind. Entnahmen von Wildtieren aus ihren angestammten Lebensräumen werden generell wegen der damit verbundenen Tier- und Artenschutzprobleme abgelehnt.
3. Die im Gutachten genannten Gehegegrößen und Mindestanforderungen für die Dauerhaltung von Reptilien sind nicht ausreichend. Eine verhaltensgerechte Unterbringung der Tiere und artgerechte Bewegungsmöglichkeiten gemäß § 2 Tierschutzgesetz werden durch das Gutachten nicht garantiert. Insbesondere die Haltungsvorschriften für Meeresschildkröten und Krokodile sind ungenügend. Unter den Haltungsvorschriften, wie sie das Gutachten vorschreibt, werden diesen Tieren Schmerzen und Schäden zugefügt.
4. Abgelehnt werden insbesondere diejenigen Regelungen und Gehegemaße im vorliegenden Gutachten, die hinter den seit langem angewendeten Mindestanforderungen verschiedener Bundesländer bei der Erteilung von Tiergehegegenehmigungen und des Bundesamtes für Naturschutz bei der Prüfung von Einfuhranträgen zurückbleiben.
5. Sonderregelungen für Zoofachgeschäfte werden abgelehnt. Mindestanforderungen stellen Minimalanforderungen dar, die keinesfalls unterschritten werden dürfen. Werden die hier aufgeführten Tierarten in einem Zoofachgeschäft angeboten, sind die Mindestanforderungen des Gutachtens anzuwenden. Der Zoofachhandel ist selbst nach eigener Aussage nicht in der Lage, die Verweildauer eines Einzeltieres zu kontrollieren.
6. Sogenannte Reptilienbörsen werden generell abgelehnt.
*) Für Anfänger der Chamäleonhaltung geeignet.
**) Nur für Spezialisten geeignet.
*) für Anfänger geeignet
*) für Anfänger geeignet
*) für Anfänger geeignet
*) für Anfänger geeignet
1 Nomenklatur nach: John B. Iverson A Revised Checklist with Distribution Maps of the Turtles of the World, 1992 Richmond, Indiana
| © Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. 2000, D-76707 Hambrücken Erstellt: 2000-01-03, SR Geändert: 2003-08-04, SR |